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Krankhäuser brechen Arbeitsrecht

Publicerat torsdag 26 juli 2007 kl 16.32

Überstunden sind für Schwedens Krankenhauspersonal nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Laut Recherchen des Schwedischen Rundfunks verstoßen die meisten Krankenhäuser gegen gültiges Arbeitsrecht. Oftmals scheint den Einrichtungen nichts anderes übrig zu bleiben. In lediglich vier Regionen haben die Arbeitgeber offizielle Ausnahmegenehmigungen erwirkt. Doch deren Zahl könnte steigen.

Eigentlich ist die Rechtslage seit Anfang dieses Jahres eindeutig. Alle Arbeitnehmer in Schweden haben das Recht auf eine ununterbrochene elfstündige Ruhepause zwischen zwei Arbeitstagen. Gerade im medizinischen Bereich tun sich mehrere Regionen Schwedens jedoch schwer mit der Umsetzung dieses europaweit gültigen Arbeitsrechts.

Hier sind 24-Stunden-Schichten für Bereitschaftsärzte keine Seltenheit, beklagt die Vorsitzende des Ärzteverbands, Eva Nilsson Bågenholm: „Nur vier Provinzialregierungen haben bislang Zusatzverträge zur Regelung der Arbeitszeit mit uns unterzeichnet. Alle anderen Regionalverwaltungen brechen de facto jeden Tag geltendes Arbeitsrecht. Doch wenn man den Kollegen einfach ihre Ruhezeiten gönnen würde, könnten sie ganz normal und professionell arbeiten.“

Ruhezeiten beachten 

Normaler Dienst nach Schema lässt sich aber nun einmal schlecht praktizieren in Branchen, die flexibel auf Notfälle reagieren müssen. Würde man strikt dem Gesetz folgen, ergäbe sich folgendes Problem: Ein Arzt, der Bereitschaftsdienst hat, müsste nach jeder Notfallbehandlung eine elfstündige Ruhepause haben. Dies ist schlicht unmöglich, erklärt der Personalchef der Regionalverwaltung Blekinge, Östen Sjösten: „Wir betreiben hier Krankenhäuser 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Da schaffen wir es einfach nicht immer, die Arbeitsgesetze einzuhalten.“

Just in Blekinge wird nun ein Modell diskutiert, das bereits in vier anderen Regionen Schule gemacht hat. Kommen Arbeitgeber und Arbeitnehmer überein, vom Arbeitsrecht abzuweichen, können sie Ausnahmeregelungen treffen. Die Pausenzeiten und Überstundenausgleich können dann anderweitig geregelt werden.

Flexible Lösungen

In der Region Jönköping sind beide Seiten mit diesem Konzept bislang zufrieden, bestätigt der Vorsitzende des dortigen Ärzteverbandes, Per Johan Svan: „Wichtig für uns war der Schutzaspekt. Gewisse Einrichtungen benötigen eben flexible Arbeitszeitlösungen. Sonst würde der gesamte Betrieb zusammenbrechen.“

Doch diese flexiblen Lösungen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der medizinische Bereich stets mit mehr Kosten verbunden bleiben wird als andere Branchen. Für dieses Grundproblem muss die Politik eine Lösung finden.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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