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Ingmar Bergman - ein legendärer Regisseur

Publicerat måndag 30 juli 2007 kl 11.02
Ingmar Bergman (Foto: Anders Wiklund/Scanpix)

Der schwedische Regisseur Ingmar Bergman ist im Alter von 89 Jahren in seinem Heim auf der Ostseeinsel Fårö bei Gotland gestorben. Seine Tochter Eva Bergman teilte mit, ihr Vater sei „friedlich eingeschlafen”.

Er war besessen vom Drama, gleichgültig ob es im Film, auf der Bühne oder im wirklichen Leben stattfand. 40 Spielfilme, mehr als 100 Theatervorstellungen und zahlreiche Fernsehspiele hat Bergman regissiert und teilweise auch geschrieben. Dabei hat er nicht selten die eigene Familiengeschichte be- und verarbeitet. 

Intuitives Arbeiten
Die Inspiration zu den Werken kam häufig langsam und vage, erzählte er einmal im Schwedischen Rundfunk: „Meistens fing es mit verschwommenen und undeutlichen Gedanken an. Ein Gesprächsfetzen oder ein kurzer Dialog, ein paar Takte Musik, ein bestimmtes Licht auf einer Strasse. Wie ein hübscher bunter Faden kommt die Idee aus dem Dunkel hervor. Wenn ich diesen Faden vorsichtig herausziehe und aufwickle, kommt meistens ein ganzer Film heraus.“

Mitte der Vierzigerjahre war Ingmar Bergman einer der jüngsten Regisseure Schwedens. Er arbeitete am Stadttheater von Helsingborg. 1946 erschien der erste Film „Krise“. Und um Krisen und Krisenbewältigung ging es in vielen Bergman-Werken: Nicht zuletzt in den Sechzigerjahren in der Trilogie um Gottesfragen, „Wie in einem Spiegel“, „Licht im Winter“ und „Das Schweigen“.

Bergman wurde 1918 in Uppsala geboren und wuchs in einer Atmosphäre strengster Religiosität auf. Sein Vater, ein evangelisch-lutherischer Pfarrer, ließ nicht einmal den schwedischen Nationaldramatiker August Strindberg zu: „Als ich 12 war, kaufte ich Strindbergs Gesammelte Werke in einem Antiquariat. Als mein Vater das sah, sagte er ‚Strindberg kommt in meinem Haus nicht vor!’“

Gerade Strindbergs Dramen hat Bergman später in seiner Eigenschaft als Leiter der schwedischen Nationalbühne in Stockholm, des Königlichen Dramatischen Theaters, 1963 bis 1966 oft in Szene gesetzt.

Der filmische Durchbruch gelang Bergman 1955 mit „Das Lächeln einer Sommernacht“. Der Film wurde im Jahr darauf bei den Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet. Zusammen mit „Die Zeit mit Monika“ gehört er zu Bergmans Frauenfilmen.

Ehekrisen
Frauenschicksale zeichnete der Meisterregisseur auch in der Fernsehserie „Szenen einer Ehe“ mit Liv Ullmann 1973 nach. Dieser pessimistische Blick auf das Eheleben gilt als ein Meilenstein seines Schaffens. Zwischen 1965 und 1970 hatte er mit Ullman zusammengelebt. Außerdem war Bergman insgesamt fünf Mal verheiratet. Erst 1991 gelang ihm mit der Liebesgeschichte seiner Eltern im Roman „Die besten Absichten“ ein etwas versöhnlicherer Blick auf das Eheleben. Das Buch wurde von dem Dänen Bille August verfilmt.

Erinnerungen an die Kindheit sind auch der Grundstoff von „Fanny und Alexander” von 1982. Doch auch diese streckenweise heitere Kindheitsbeschreibung beschäftigt sich mit den existentiellen Fragen, die sein ganzes Werk durchziehen.

Todesangst
Alt geworden, verlor Bergman den Schrecken vor dem Tod, berichtet Marie Nireröd. Sie hat eine viel beachtete Dokumentation über Ingmar Bergman gemacht und war eine gute Bekannte von ihm: „Ich weiß ja, dass er seit seiner Jugend oft Angst vor dem Tod gehabt hat. Aber das ist lange her. Im Alter hat er vermittelt, dass er den Tod begrüßen würde, wenn er denn käme. Und er war davon überzeugt, dass er seine letzte Frau, Ingrid von Rosen, wieder sehen würde. Ich hoffe, das er das nun tut.“ 

Sybille Neveling


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