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Ingmar Bergmans Heimat Fårö

Publicerat tisdag 31 juli 2007 kl 10.48
(Foto: Olga Shadura/SR Gotland)

Ingmar Bergman ist tot. Der Regisseur starb zuhause im Alter von 89 Jahren. Zuhause, das war für ihn schon seit vielen Jahren Fårö, eine kleine Insel neben Gotland.

Ingmar Bergman entdeckte die Insel Fårö im Jahr 1960 für sich. Er war auf der Suche nach einem Drehort für seinen Film „Wie in einem Spiegel”. „In diesem Zusammenhang fuhren wir hierher, auf Fårö. Es war März oder April im Jahr 1960. Das Wetter war furchtbar und wir saßen in einem alten Taxi. Als ich das erste Mal hierher kam, fühlte ich mich sofort zuhause. Es war Liebe auf den ersten Blick. Überall habe ich mich wurzellos, heimatlos gefühlt – doch hier war ich zuhause.“

Fünf Jahre später kam er nach Fårö zurück. Sein Film „Persona“ wurde dort teilweise gedreht und  er sich entschloss auf die Insel zu ziehen. Nur wenige hundert Meter vom ursprünglichen Drehort ließ er sich direkt am Meer sein Haus bauen. Von dort aus konnte er die Natur beobachten, die Herbststürme und die Wellen im Sommer. Seit dem Tod seiner Frau Ingrid im Jahr 1995 lebte er alleine dort, er sagte jedoch, dass er sich nie einsam fühlte. „Es gibt Tage, an denen ich mit niemandem spreche und dann denke ich, oh, ich muss jemanden anrufen – aber dann mache ich es doch nicht, denn für mich hat es etwas Lustvolles nicht zu sprechen. Es ist ja nicht so, dass ich nicht gerne rede, aber manchmal kann Stille toll sein. Ich glaube nicht, dass ich dann tiefsinnig werde, dafür habe ich kein Talent. Ich finde einfach nur die Stille fantastisch.“

Tägliche Routine
Ingmar Bergmans Tage auf Fårö liefen fast alle nach einer gewissen Routine ab. Nach dem Frühstück ging er spazieren, danach setzt er sich hin um ein paar Zeilen zu schreiben und nach dem Mittagessen las er ein paar Stunden. Diese Routinen waren ganz wichtig für ihn. „Für einen Menschen, der so chaotisch ist wie ich, für den es so schwer ist, in sich selbst für Ordnung zu sorgen, für den sind solche Routinen absolut notwendig.“

Eine dieser Routinen war auch am Nachmittag in sein eigenes Kino zu fahren. Auch Jahre nach seinem letzten eigenen Kinofilm „Fanny und Alexander“ aus dem Jahr 1982 blieb ihm seine Leidenschaft für das Medium erhalten. Das Kino ist in einer umgebauten Scheune untergebracht, die auch schon als Filmstudio genutzt wurde. Große Teile von „Szenen einer Ehe” aus dem Jahr 1973 wurden dort gedreht. Fast jeden Tag sah sich Ingmar Bergman dort einen Film an. Jedoch nicht seine eigenen. Am liebsten legte er sich alte Stummfilme in den Projektor. An seinem Geburtstag, dem 14. Juli, lief immer „Der Zirkus“ von Charlie Chaplin. Zwei Wochen nach seinem 89. Geburtstag starb Ingmar Bergman in seinem Haus auf Fårö. Nach Angaben seiner Tochter Eva ist ihr Vater friedlich eingeschlafen. 

Benjamin Eyssel

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