Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Citymaut eingeführt

Publicerat onsdag 1 augusti 2007 kl 16.09

Heute morgen um halb sieben wurde sie wieder eingeführt: die Citymaut in Stockholm. An Werktagen kostet das Ein- und Ausfahren in den innerstädtischen Bereich zwischen einem und zwei Euro.  Über die Verwendung dieser Einnahmen streiten Politiker und Verkehrsforscher noch.

Der siebenmonatige Versuch im vergangenen Jahr war weitgehend positiv ausgefallen. Das Referendum im Anschluss hatte in Stockholm eine knappe Mehrheit für die Citymaut ergeben. Verärgert über die Straßenbenutzungsgebühr waren vor allem die Einwohner der meist bürgerlich regierten Randgemeinden. Sie sind nämlich diejenigen, die vorwiegend mit dem Kraftfahrzeug in die Stockholmer Innenstadt fahren.

Politische Zwickmühle
Im Dilemma befanden sich vor allem die Politiker. Während Sozialdemokraten, Linkspartei und Grüne sich auf überregionaler Ebene für die Citymaut ausgesprochen hatten, waren die bürgerlichen Parteien, die traditionell die Autofahrer unterstützen - dagegen. Gleichzeitig mit dem Wegzoll-Referendum kamen die bürgerlichen Parteien an die Regierung. Alle mussten sich nun möglichst elegant mit defensivem Fahrstil durchlavieren.

Lotta Edholm ist Fraktionsvorsitzende der Liberalen im Stockholmer Stadtparlament. „Wir gehören ja zu denen, die das Referendum zur Citymaut haben wollten. Selbstverständlich respektieren wir dieses Votum. Aber die Regierung hatte dabei ja eine sehr schwierige Aufgabe“.

Und diese Aufgabe löste die neue bürgerliche Regierung, indem sie neue Vorschläge zur Verwendung der Einnahmen aus dem Wegzoll einholte. Während die eventuellen Gewinne beim Versuchslauf nach dem sozialdemokratischen Modell noch hauptsächlich in den öffentlichen Nahverkehr investiert werden sollten, fließen sie nun großenteils in den Straßenbau.

Umgehung in Aussicht
Die seit Jahrzehnten geplante weiträumige Umgehung der Stadt „Förbifart Stockholm“ war immer wieder von bürgerlichen Politikern und KFZ-Lobbyisten angemahnt worden, aber an Geldmangel gescheitert. Sie ist bisher nur bruchstückhaft durchgeführt. Nun soll diese Umgehung für umgerechnet 2,5 Milliarden Euro doch im Jahr 2018 doch noch Wirklichkeit werden. Aber schon wieder wird Kritik laut: Das staatliche Institut für Kommunikationsanalyse stellt in Frage, ob überhaupt noch ein Bedarf für die Umgehung besteht, wenn sowieso nicht mehr so viele Autos in die Innenstadt fahren.

Susanne Lindh, Direktorin der Straßenverkehrsbehörde Stockholm verteidigt die Umgehung: „Es stimmt zwar, dass wir die Wirkung der Citymaut auf das Verkehrsaufkommen bei unseren Berechnungen außer Acht gelassen haben. Damals war die Citymaut ja noch gar nicht beschlossen. Aber ich glaube nicht, dass sie sich so stark auswirkt. Der Versuch im vorigen Jahr deutet darauf hin, dass wir trotzdem eine große Umgehung brauchen.“

Es sieht wie politische Ironie aus, wenn die von links durchgedrückte Citymaut nun die von rechts gewünschte Umgehung Stockholm finanziert…

Sybille Neveling

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min Lista".