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Schweden begrüsst Darfur-Resolution

Publicerat onsdag 1 augusti 2007 kl 16.28
26.000 UN-Soldaten sollen dem Leiden in Darfur ein Ende bereiten

Ein Einsatz schwedischer Friedenstruppen im Sudan rückt näher. Der UN-Sicherheitsrat beschloss den größten Blauhelmeinsatz in der Geschichte der Vereinten Nationen. 26.000 Soldaten und Polizisten sollen dem Leiden in der sudanesischen Bürgerkriegsprovinz Darfur ein Ende setzen. Auch Schweden wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach an der Mission beteiligen.

Außenminister Carl Bildt begrüßte die Resolution als – so wörtlich – großartige Nachricht. Schweden und das Nachbarland Norwegen würden eine Beteiligung an der insgesamt 26.000 Mann starken Truppe in Erwägung ziehen. Dass Schweden sich tatsächlich an dem robusten Mandat der UN-Truppe für Darfur beteiligen wird, daran besteht kein Zweifel mehr – mindestens, seit Carl Bildts Vorgänger, der jetzige UN-Sondergesandte Jan Eliasson, die Friedensverhandlungen zwischen Rebellen und Zentralregierung im Sudan leitet.

Auch Eliasson äußerte Genugtuung über die verabschiedete Resolution des UN-Sicherheitsrats: „Es herrschte die allgemeine Einsicht, dass wir die friedenssichernden Maßnahmen im Sudan verstärken müssen. Bislang sind dort nur 7.000 Soldaten stationiert. Doch für das riesige Gebiet werden viel mehr benötigt. Deswegen kommt nun eine Verstärkung um 19.500 Soldaten. Das macht schon etwas aus.“

Keine schnelle Lösung 

Immer wieder hatte der schwedische Spitzendiplomat Eliasson auf die Katastrophe in Darfur hingewiesen. Seit Ausbruch der Unruhen sind dort nach UN-Angaben 250.000 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Millionen Menschen sind auf der Flucht. Eliasson bremst jedoch Erwartungen, wonach die Sudankrise nun bald gelöst sei: „Weder die UNO noch die Afrikanische Union können diese Krise allein lösen. Zudem reicht es nicht, allein für Stabilität dort zu sorgen. Wir müssen die Grundprobleme lösen. Die UN-Resolution betont deshalb besonders die politische Ebene, um die Krise zu lösen. Dafür haben die Kollegen der Afrikanischen Union und ich gesorgt.“

Das Grundproblem ist kompliziert. Die überwiegend schwarzafrikanische Bevölkerung der Provinz Darfur wird seit Jahren von islamischen Reitermilizen brutal verfolgt, die von der Zentralregierung in der Hauptstadt Khartum unterstützt werden. Mit anderen Worten: Die Massaker, die etliche Beobachter bereits als Völkermord einstufen, geschehen offenkundig unter Billigung durch die sudanesische Regierung.

”Infizierte Wunde”

Die zweite Sudan-Resolution der Vereinten Nationen innerhalb von drei Jahren war laut Jan Eliasson also mehr als überfällig: „Militärische und humanitäre Hilfen sind letzten Endes nicht mehr als Pflaster auf einer infizierten Wunde, solange die Grundprobleme fortbestehen. Dann kann es irgendwann zu einer riesigen Explosion kommen. Deswegen ist diese Resolution in ihrer jetzigen Form überhaupt angenommenen worden.“

Mit einem Einsatz der UN-Truppe dürfte frühestens Mitte nächsten Jahres zu rechnen sein. Es wäre die größte Blauhelmmission in der UN-Geschichte. Mit wie vielen Soldaten sich Schweden beteiligen wird, steht noch nicht fest. Mehr als 300 werden es in keinem Fall sein.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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