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Schmerzmittel beeinträchtigen Fruchtbarkeit

Publicerat måndag 6 augusti 2007 kl 16.45

Im Vergleich zu Deutschland und anderen europäischen Staaten hat Schweden eine sehr hohe Geburtenrate. Das liegt nicht zuletzt an der relativ guten staatlichen Förderung und an den Möglichkeiten Kinder und Beruf zu vereinigen. Doch könnten es noch mehr sein. Denn die Einnahme von Schmerzmitteln mit dem Wirkstoff Ibuprofen kann Schwangerschaften verhindern. Obwohl das seit langem bekannt ist, weist die schwedische Gesundheitsbehörde nicht explizit darauf hin.

Etwa jedes zehnte schwedische Paar ist unfreiwillig kinderlos. Gleichzeitig nehmen relativ viele Schwedinnen Schmerztabletten. Hier könnte die Ursache für einen Teil der kinderlosen Beziehungen liegen. Viele, ohne Rezept erhältliche Schmerzmittel enthalten den entzündungshemmenden Wirkstoff Ibuprofen, welcher die Unfruchtbarkeit erhöht.

In der Wissenschaft ist diese Nebenwirkung schon lange bekannt, sagt Professor Bo von Schultz von der Karolinska Universitätsklinik in Stockholm. „Es gibt viele Studien, die sowohl mit Tieren als auch mit Menschen durchgeführt wurden. Diese zeigen, dass Ibuprofen den Eisprung beziehungsweise die Fähigkeit der Eizelle sich in der Gebärmutter einzunisten beeinträchtigt. Man kann schon sagen, dass die Leute schlecht darüber informiert sind, darüber hinaus wissen wir auch nicht, wie groß dieses Problem überhaupt ist.“

Informationsdefizit
Viele der kinderlosen Paare suchen in ihrer Not Hilfe bei Experten und in Befruchtungskliniken. Aber auch diejenigen, die Hilfe in Anspruch nehmen wissen oft nicht, dass die Frauen Schmerztabletten mit dem Inhaltsstoff Ibuprofen eigentlich absetzen sollten. So ging es auch Krister Björne und seiner Frau: „Als meine Frau sich in Behandlung befand, sagte man ihr, dass sie bei starken Schmerzen ruhig Tabletten nehmen kann. Es kann schon sein, dass das Wissen besteht, bei den Patienten kommt es allerdings nicht an.“

Und genau hier liegt offenbar das Problem. Auf den Packungen befindet sich nur ein kleiner Hinweis, dass Frauen, die schwanger werden wollen, diese Medikamente vermeiden sollten. Dasselbe steht noch mal in der Packungsbeilage. Viele Ärzte weisen ihre Patientinnen nicht noch einmal auf die Gefahren hin und auch die Gesundheitsbehörde warnt nicht explizit vor der fruchtbarkeitshemmenden Wirkung. Von sind viele Frauen ahnungslos, so wie diese Passantin: „Wenn man schwanger werden will, diese Tabletten nimmt und die Informationen nicht hat – das ist schon sehr tragisch. Ich kenne die Nebenwirkungen nicht.”

Benjamin Eyssel

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