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Östrogen-Rezeptoren steuern Schmerzempfindung

Publicerat tisdag 7 augusti 2007 kl 12.53

Menschen empfinden Schmerz unterschiedlich stark. Das ist bekannt. Wissenschaftler des Karolinischen Institutes haben nun die Bedeutung des weiblichen Geschlechtshormones Östrogen für das Schmerzempfinden genauer erforscht.  Erkenntnisse, die zur Entwicklung neuer Schmerzmittel führen können.

Frauen können Schmerz besser ertragen als Männer. Jedenfalls manchmal. Oder auch umgekehrt. Fest stand bislang, dass Menschen Schmerz unterschiedlich empfinden. Neue Erkenntnisse eines Wissenschaftlerteams am Karolinischen Institut in Stockholm bestätigen nicht nur dieses bislang unbewiesene Allgemeinwissen, sie liefern auch eine Erklärung dafür. In einer Tierversuchsstudie, die heute in der Zeitschrift der amerikanischen Wissenschaftsakademie, PNAS, veröffentlicht wird, beschreibt das Forscherteam die Rolle der Rezeptoren, die im Körper das Hormon Östrogen binden. Diese Rezeptoren steuern, wie das unter anderem für die Schmerzempfindung zuständige Östrogen im Rückenmark umgesetzt wird und dadurch das Wachstum der Nervenfasern dirigiert, die Schmerzsignale aus dem Körper ins Gehirn übertragen. Laut der Studie gibt es im menschlichen Körper zwei Arten von Östrogen-Rezeptoren. Die eine Sorte senkt die Schmerzgrenze, die andere Sorte erhöht sie. Das heißt, das Gleichgewicht dieser Rezeptoren steuert, wie viel oder wenig Schmerz der Mensch empfindet. Konkret bedeutet dies: Neue Medikamente, die selektiv nur den Rezeptor verstärken, der das Schmerzempfinden senkt, könnten eine effiziente Schmerzlinderung bringen. Professor Jan-Åke Gustavsson, der die Studie geleitet hat, glaubt, dass solche Medikamente bereits in Kürze auf den Markt kommen können. 
„Eine Reihe Pharmakonzerne forscht bereits intensiv und hat eine ganze Sammlung mit solchen selektiven Wirkstoffen identifiziert. Mit etwas Glück kann schon innerhalb der nächsten fünf Jahre ein fertiges Schmerzmittel auf dem Markt sein.“

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