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Mitgliederschwund bei den Jugendverbänden

Publicerat tisdag 7 augusti 2007 kl 13.55

Nie war das Interesse schwedischer Jugendlicher an Parteipolitik so gering wie heute. Das ist das wenig überraschende Ergebnis einer Studie der Universität Göteborg. Während die Jugendverbände aller Parteien unter Mitgliederschwund leiden, engagieren sich Schwedens Jugendliche heute lieber in globalen Organisationen wie „Greenpeace“ oder „Attac“.

Die Jugendorganisationen schwedischer Parteien fallen heutzutage fast nur noch durch ihre gefälschten Mitgliederzahlen auf. Ansonsten spielt der Nachwuchskader eine eher untergeordnete Rolle im politischen Alltag. Entsprechend dürftig ausgeprägt ist denn auch der Wunsch schwedischer Jugendlicher, sich in der Parteipolitik zu engagieren.

Tiina Ekman, Doktorandin an der Universität Göteborg, hat das „Young Citizens Programme“ initiiert – eine Datenbank über das Verhältnis junger Europäer zur Demokratie: „Wenn man die Länder vergleicht, dann sind schwedische Jugendliche in puncto Demokratie äußerst kompetent. Sie wissen, wie eine demokratische Gesellschaft aufgebaut ist und funktioniert. Was das eigene politische Engagement anbetrifft, liegen die jungen Schweden im Mittelfeld. Sie sind weder besonders aktiv noch besonders passiv.“

Vom Alltag entfernt 

Per se politikverdrossen ist Schwedens Nachwuchs also nicht – vielmehr parteiverdrossen. Mit dem Ergebnis, dass Jugendliche, die sich politisch engagieren wollen, sich weltweit operierenden Bewegungen wie „Greenpeace“ oder „Attac“ anschließen. Mit klassischer Politik dagegen verbindet Schwedens Nachwuchs zum Beispiel den Ministerpräsidenten oder dessen Kabinett.

Praktische Alltagsfragen assoziieren die wenigsten jungen Schweden mit dem politischen Geschäft, erklärt der Stockholmer Politikwissenschaftler Svend Dahl: „Politik wird als etwas empfunden, das weit weg von meinem Alltag stattfindet. Politiker werden so aufgefasst, als ob sie in einer anderen Welt, auf einem anderen Niveau lebten. Dieser Eindruck verstärkt natürlich bei Jugendlichen das Gefühl, dass Politik nichts für sie ist.“

Zahlen gefälscht 

Seit Beginn der 1990 Jahre haben sämtliche Jugendorganisationen der Parteien massiven Mitgliederschwund zu beklagen. Waren damals insgesamt noch rund 100.000 junge Schweden Mitglieder eines Nachwuchsverbandes, so sind es heute gerade einmal 20.000. Und so behelfen sich nahezu alle Jugendorganisationen eines unlauteren Mittels: Sie frisieren ihre Mitgliederzahlen, um sich dadurch weiterhin die finanzielle Unterstützung der Mutterpartei zu sichern. Doch damit haben sich die Nachwuchsparteien letztendlich selbst geschadet. Nach Bekanntwerden dieses Gebarens haben sie abermals an Popularität eingebüβt.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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