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Keine IOC-Kritik an Chinas Diktatur

Publicerat onsdag 8 augusti 2007 kl 13.24
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Heute in genau einem Jahr, am 08.08.2008, werden in Peking die 29. Olympischen Sommerspiele eröffnet. Angesichts andauernder Menschenrechtsverletzungen wird auch in Schweden der Ruf nach Konsequenzen laut. Die Missstände im Gastgeberland müssten angesprochen werden, fordern Menschenrechtsgruppen. Doch das Internationale Olympische Komitee geht einem möglichen Streit mit der Pekinger Führung bislang beharrlich aus dem Weg.

Kein Zweifel, die Bilder von tanzenden Menschenmassen rund um das olympische Feuer werden in einem Jahr um die ganze Welt gehen. Es sind exakt diese Bilder, auf die die politische Führung Chinas setzt. Kritische Zwischentöne, selbst ausländischer Journalisten, werden bereits im Vorfeld gezielt unterbunden. Mit der Meinungs- und Pressefreiheit ist es zwölf Monate vor den Spielen nicht weit her im Land des Gastgebers. Zu diesem einhelligen Schluss gelangen mehrere Menschenrechtsorganisationen, darunter Amnesty International, in ihrem nun veröffentlichen Lagebericht aus Peking. Als Peking im Jahr 2001 den Zuschlag für die Sommerspiele erhielt, versicherte es, die Menschenrechte künftig verstärkt zu achten. Davon ist bislang wenig zu spüren.

Doch bei seinem Inspektionsbesuch in Peking klammerte das Internationale Olympische Komitee das heikle Thema lieber aus. Die Schwedin Gunilla Lindberg ist eine von vier Vize-Chefinnen des IOC: „In erster Linie ist das hier eine Sportveranstaltung. Ich bin davon überzeugt, dass die Spiele zur Demokratisierung Chinas beitragen werden. Und: Das IOC kann nun mal keine Gesetze in anderen Staaten ändern.“

Stiller Protest 

Ganz anders sehen das Menschenrechtsgruppen, Medienvertreter und einzelne Politiker. Ihrer Ansicht nach kann sehr wohl Druck auf China ausgeübt werden. Dabei muss es sich nicht immer gleich um eine Boykott-Drohung handeln. Die liberale Politikerin Birgitta Ohlsson etwa schlug vor, die schwedische Mannschaft solle beim Einmarsch ins Olympiastadion weiße Bänder tragen – als stiller und dennoch sichtbarer Protest gegen die Unterdrückung der Menschenrechte in China.

Doch von solcherlei Aktionen hält IOC-Vizechefin Gunilla Lindberg wenig: „Unser Auftrag sind nicht die Menschenrechte. Außerdem ist ‚Menschenrechte’ ein weit gefasster Begriff. China ist Mitglied der Vereinten Nationen und sitzt da auch im Ausschuss für Menschenrechte. Alle Mitglieder der UNO sind gleichzeitig Mitglieder der olympischen Bewegung. Wenn das IOC ein Land wählt, dann darf es die Olympischen Spiele ausrichten.“

Betont heitere Spiele 

Sport ist Sport und Politik ist Politik. Es sollen eben heitere Spiele werden. Sowohl das IOC als auch die schwedische Delegation scheinen entschlossen, dieses Bild durch nichts trüben zu lassen – schon gar nicht durch die Nebensächlichkeit Menschenrechte.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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