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Auftakt zur „Weltwasserwoche”

Publicerat måndag 13 augusti 2007 kl 12.53
Der Stockholmer Wasserpreis

Zum 17. Mal kommen in dieser Woche Experten aus aller Welt in Stockholm zusammen, um über die bedrohte Ressource Wasser zu debattieren. Schwerpunkt der „World Water Week“ ist in diesem Jahr das Thema Hygiene in Entwicklungsländern. Laut Experten reichen bereits einfache Maßnahmen aus, um Infektionskrankheiten durch verunreinigtes Wasser zu verhindern.

In Vorträgen, Diskussionsforen und Workshops gehen rund 2.500 Teilnehmer aus aller Welt der Frage nach, wie die kostbare Ressource Wasser besser geschützt und angewendet werden kann. Vor allem aber geht es in diesem Jahr um die Wechselwirkungen von Hygiene und Infektionskrankheiten. Mehr als eine Milliarde Menschen haben derzeit keinen direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jedes Jahr sterben deswegen allein 1,8 Millionen Kinder an den Folgen von Wasserverschmutzung.

Dabei könnten die meisten Todesfälle verhindert werden, meint die Projektleiterin der Weltwasserwoche, Cecilia Martensen: „Es mangelt an politischem Engagement. Es gibt aber niemanden, der Themen wie Stuhlgang und Körperhygiene auf die Tagesordnung wichtiger Politiker setzt – beim G8-Gipfel zum Beispiel.“

Gewohnheiten ändern 

Vor allem in Afrika sei weniger die Wasserknappheit als vielmehr der falsche Umgang mit Wasser der Grund dafür, dass Menschen an Infektionen erkrankten, erklärt Martensen. Toiletten seien entweder nicht vorhanden oder würden nicht benutzt. Stattdessen landeten Kot und Urin nicht selten in der Trinkwasserleitung: „Wir müssen die Menschen dazu bringen, ihr Verhalten zu ändern. Dabei geht es nicht nur um technische Voraussetzungen. Viele Regierungen in den Entwicklungsländern haben bereits für die Einrichtung von Latrinen und anderen Hygienemaßnahmen gesorgt. Doch diese werden nicht genutzt. Stattdessen werden Latrinen zu Reislagern oder Ziegenställen umfunktioniert, weil die Menschen dies für sinnvoller halten.“

Auf der Weltwasserwoche wollen die Teilnehmer ein öffentliches Bewusstsein für die Vielschichtigkeit der Probleme im Bereich Wasser- und Hygienemangel schaffen. Es reiche eben nicht aus, allein Geld in Infrastrukturprojekte zu pumpen, argumentiert Projektleiterin Cecilia Martensen. In der Regel müsse man bei der Entwicklungshilfe das gesamte soziale Gefüge eines Landes in Betracht ziehen.

Frauenproblem Wassermangel

So handle es sich bei der mangelnden Hygiene in Afrika meist um ein Frauenproblem: „Viele Frauen in Afrika können erst abends im Dunkeln auf Toilette gehen. Dann suchen sie meistens irgendeinen Busch auf oder Ähnliches. Dabei laufen sie Gefahr, überfallen und vergewaltigt zu werden. Das ist furchtbar – mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass sie den ganzen Tag nicht auf Toilette gehen können.“

Es sind solche vermeintlich einfachen und dennoch so entscheidenden Fragestellungen, derer sich die Weltwasserwoche annimmt. Zukunftweisende Lösungen in wasserrelatierten Fragen werden alljährlich mit dem Weltwasserpreis prämiert. Überreicht wird diese Ehrung auch in diesem Jahr von Schwedens König Carl XVI. Gustaf.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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