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Job statt Uni immer beliebter

Publicerat måndag 13 augusti 2007 kl 15.08

Studium, nein danke. Schnelles Geldverdienen ist uns wichtiger. Das sagen neuerdings mehr und mehr schwedische Gymnasiasten. Die Behörden haben ein Einsehen und vermitteln Kurse zur Berufsausbildung. Aber es gibt bereits Engpässe.

„Seid schlau, lernt beim Bau“ – mit diesem griffigen Slogan lockte man vor fünfzig Jahren in Deutschland tatendurstige Jünglinge von der Schulbank zum frühen Eintritt ins Arbeitsleben. Für die Absolventen des praktischen Zweiges im damals dreigeteilten Schulbildungssystem war es eine leichte Wahl, denn  ihnen war der Weg zu einem handwerklichen Beruf ohnehin vorgezeichnet.

In Schweden beginnt mit der zehnten Klasse für alle Schüler das dreijährige Gymnasium, das den Eintritt ins Studium vorbereitet. In letzter Zeit zeigt sich allerdings, dass sich immer mehr Schüler für diejenigen Gymnasiumskurse interessieren, die – ähnlich der deutschen Berufsschule – das Erlernen praktischer Berufe anbieten. Hans Schylberg von der Gymnasialverwaltung im westschwedischen Uddevalla nennt konkrete Zahlen:

„Gerade in diesem Jahr haben sich mehr als 70 Prozent der Schüler für die berufsvorbereitenden Kurse angemeldet. Wir haben viele solcher Programme in Uddevalla. Aber wir können nicht alle Interessenten unterbringen, denn für manche Kurse haben wir mehr Meldungen als Plätze.“

Ähnliches berichtet Elisabeth Lind von der Schulverwaltung im nordschwedischen Umeå:

„In den letzten Jahren haben wir in diesem Bereich einen Anstieg verzeichnet, vor allem bei der Ausbildung für Bauberufe. Und in diesem Jahr ist das Interesse noch größer. Gleichzeitig sinkt das Interesse für die Kurse zur Vorbereitung auf das Studium.“

Auch Elisabeth Lind räumt ein, dass nicht alle Schüler, die sich um Berufsausbildung bewerben, angenommen werden können. Was tut die Kommunalverwaltung, um den Engpass zu überwinden? Die Schulrätin versichert:

„Wir versuchen, alle unterzubringen, aber das geht nicht immer, denn es ist ja auch wichtig, den Schülern ein Praktikum anzubieten. Dazu ist eine Zusammenarbeit mit Unternehmen notwendig, und die Firmen antworten dann, dass sie nur eine gewisse Anzahl von Bewerbern annehmen können. Und die notwendigen Praktikumsplätze kann man ja nicht herbeizaubern.“

Einer der Schüler, die gerne zum Bau möchten, ist der 17jährige Viktor aus Växjö in Småland:

„Ich will an Häusern arbeiten. Ich finde es cool, an der frischen Luft zu sein, zu tischlern und zu hämmern und so.“

Also keine Chance für Weiterbildung und Studium? Viktors Antwort:

„Schule und Büffeln mag ich nicht, ich will einen Job haben.“

Hoffentlich gelingt es, dem jungen Mann irgendwann klar zu machen, dass auch für den Bau eines Hauses gewisse Kenntnisse notwendig sind.

Klaus Heilbronner     

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