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Lehrer dürfen Schüler-Handys einziehen

Publicerat tisdag 14 augusti 2007 kl 13.16

Lehrer haben es schwer, ganz besonders in Schweden. Denn hier gibt es nach übereinstimmender Ansicht von Politikern und Pädagogen ein erhebliches Ungleichgewicht zwischen den Rechten der Schüler und dem Handlungsspielraum der Lehrer. Man könnte es auch salopp so ausdrücken: Die Schüler tanzen den Lehrern auf der Nase herum, und zwar ungestraft. Eine der Folgen ist, dass der ohnehin nicht gerade hochbezahlte Lehrerberuf immer unattraktiver wird. Die bürgerliche Regierung will dem Negativ-Trend nun begegnen. Schulminister Jan Björklund bringt das Problem auf den Punkt:

„Die Schüler sollen sich nicht vor ihren Lehrern fürchten, aber sie sollen Respekt vor ihnen haben. Aber das ist vielfach keineswegs so, sondern viele Schüler kümmern sich überhaupt nicht um Zurechtweisungen durch die Lehrer. Das kann nicht akzeptiert werden. Viele Maßnahmen sind nötig, um das zu ändern. Unter anderem müssen die Lehrer mehr Befugnisse erhalten.“

Eine dieser Befugnisse tritt zum bevorstehenden Schul-Halbjahr in Kraft: Die Lehrer dürfen künftig Mobiltelefone von Schülern einziehen. Das ist leichter gesagt als getan, zumal betont wird, dass die Lehrer die Herausgabe der Handys nicht mit Gewalt erzwingen dürfen.

Sören Hedlund ist Rektor der Stockholmer Engelbrekts-Schule. Als Mann der Praxis beurteilt er die neue Regelung skeptisch:

„Ich meine, dass es da viele Unklarheiten gibt. Nur weil ein Zusatz zum Schulgesetz besagt, dass wir Mobiltelefone beschlagnahmen können, heißt das noch lange nicht, dass wir das auch tun können. Darüber wird es noch Diskussionen geben.“

Schon jetzt ist klar, worum es bei diesen Diskussionen gehen wird, nämlich um die Erkenntnis, dass Regeln nur dann sinnvoll sind, wenn man sie auch durchsetzen kann.

Nicht ohne Grund richtet sich die neue Bestimmung ausdrücklich gegen die ausufernde Handy-Unsitte, die seit geraumer Zeit eine neue Variante aufweist. Metta Fjelkner, Vorsitzende des schwedischen Lehrerverbandes, äußert sich besorgt:

„Es ist völlig unangebracht, dass Schüler Mobiltelefone in der Klasse oder überhaupt auf dem Schulgelände benutzen. Sie filmen einander und stellen dann die Aufnahmen ins Internet. Das ist ein wachsendes Problem, weil es zu schweren Fällen von Mobbing führt.“

Fehlt nur noch, dass eines Tages Handy-Sondermodelle mit Kleinkaliber-Schussvorrichtungen auf den Markt kommen. Schießende Kugelschreiber gibt es ja schon.

Klaus Heilbronner 

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