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Schwedische Entwicklungshilfe auf neuem Kurs

Publicerat fredag 17 augusti 2007 kl 13.46

Die schwedische Entwicklungshilfepolitik ist im Umbruch begriffen. Die zur Zentrumspartei gehörenden zuständigen Minister innerhalb des bürgerlichen Regierungsbündnisses haben klargemacht, dass die Zahl der Empfängerländer verringert werden soll. Zugleich soll die Art der Unterstützung wirksamer werden.

Bisher standen 70 arme Länder der dritten Welt auf der Empfängerliste schwedischer Entwicklungshilfe. In Zukunft sollen es noch 30 Staaten sein, vorwiegend in Afrika. Mit dieser Entscheidung ist die an Entwicklungshilfeprojekten beteiligte karitative Organisation Diakonia nicht zufrieden. Ihr Generalsekretär Bo Forsberg warf der Regierung Überrumpelung vor:

„Wir meinen, dass alles viel zu schnell gegangen ist. Man hat übereilt entschieden. Dabei hat man die Zahl der Empfängerländer in den Vordergrund gestellt, anstatt inhaltliche Fragen zu diskutieren.“

Entwicklungshilfeministerin Gunilla Carlsson wies die Kritik als unangebracht zurück. Sie bestritt, dass die Zahl der Empfängerstaaten im Mittelpunkt steht:

„Über einzelne Länder will ich mich jetzt nicht äußern, weil die endgültige Entscheidung noch nicht gefallen ist. Die Diskussion geht vor allem darum, wie und unter welchen Voraussetzungen Entwicklungshilfe am wirksamsten sein kann.“

Die Notwendigkeit einer solchen Diskussion wird nach Ansicht von Wirtschaftsministerin Maud Olofsson durch frühere Misserfolge deutlich:

„Wenn wir uns Afrika anschauen, dann sehen wir, dass wir dort Hilfsgelder hineingepumpt haben. Trotzdem sind die Menschen immer noch arm. Ich glaube, wir müssen umdenken, denn das ist die Voraussetzung für den Abbau der Armut.“

Die Wirtschaftsministerin machte deutlich, was sie in einem solchen Umdenkungsprozess für besonders wichtig hält:

„Vor allem müssen wir uns von der Auffassung trennen, dass schwedische Unternehmen keine Bedeutung für die Entwicklungshilfe haben. Viele andere Staaten verbinden ja den ideellen Gedanken mit dem Einsatz von Unternehmen aus dem eigenen Land, um in der Welt Gutes zu tun.“

An einem Beispiel erläuterte Olofsson, wie schwedische Enwicklungshilfe in Zukunft aussehen soll:

„Wenn wir weltweit Umweltprobleme haben, und schwedische Firmen bieten den armen Ländern technische Lösungen für diese Probleme an, dann ist es angebracht, dass wir das miteinander verbinden. Wir wollen ja, dass schwedische Technik in diesen Ländern dazu beiträgt, die Umweltverschmutzung zu mindern.“

Getreu dem Grundsatz: Hilfe zur Selbsthilfe – in beiden Richtungen.

Klaus Heilbronner

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