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Massenuntersuchung für Ältere

Publicerat tisdag 21 augusti 2007 kl 12.12

Krebskranke in Skandinavien haben die größten Überlebenschancen aller europäischen Patienten. Das ist das verheißungsvolle Ergebnis einer Studie, die die Fachzeitung „The Lancet Oncology“ nun veröffentlicht hat. Schwedens Gesundheitssystem will die Überlebensrate seiner Krebspatienten aber noch weiter verbessern. Deshalb sollen im Raum Stockholm künftig alle älteren Menschen regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung einbestellt werden.

Laut der Studie besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Umfang von Krebsbehandlungen und der so genannten „Fünf-Jahres-Überlebensrate“. Einfach ausgedrückt: Wer besser behandelt wird, bekommt seine Krankheit besser in den Griff. Und dies trifft am ehesten auf Krebspatienten in Schweden, Norwegen und Finnland zu. Deutlich schlechter schneiden Erkrankte in Deutschland ab; Ost- und Südeuropäer erhalten die vergleichsweise schlechteste Behandlung. 

Nun aber will das Zentralamt für Gesundheits- und Sozialwesen in der Region Stockholm nicht nur die Behandlung, sondern auch die Prävention von Krebserkrankungen verbessern. Was für Frauen in Bezug auf Brust- und Gebärmutterkrebs bereits gang und gäbe ist, soll jetzt auf alle Menschen zwischen 60 und 65 Jahren ausgeweitet werden: die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung. Kostenpunkt: annähernd zwei Milliarden Euro jährlich.

Ethische Fragen

Doch für Anna Martling, stellvertretende Oberärztin am Karolinska Krankenhaus, überwiegen die Vorteile bei regelmäßigen Krebsuntersuchungen: „Internationale sowie schwedische Studien zeigen, dass man durch Krebsfrüherkennung die Sterberate um 20 Prozent verringern kann. Aber natürlich gibt es hierbei auch ethische Bedenken. Wenn man allgemeine Untersuchungen durchführt, versetzt man die Menschen in Unruhe. Sie warten lange auf ein Ergebnis, das am Ende sogar positiv ausfallen kann. Doch das heißt noch nicht, dass sie tatsächlich krank sind. Man muss dann weiter untersuchen. Über solche Fragen müssen wir jetzt nachdenken.“

Unter dem Strich komme die allgemeine Krebsvorsorge die öffentlichen Kassen immer noch billiger als etwaige spätere Behandlungskosten für umfangreiche Operationen und Therapiemaßnahmen, argumentiert die Ärztin. Umstritten ist aber noch, bei welchen Arten von Krebs eine derartige Vorsorgemaßnahme Sinn ergibt. Hier sind die Mediziner weitgehend uneins. Fest steht jedoch schon jetzt, dass zumindest Darmkrebserkrankungen bei älteren Menschen durch Prävention effektiver behandelt werden können.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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