Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Karikaturenstreit: Mordrohung gegen Künstler Vilks

Publicerat måndag 17 september 2007 kl 13.11

Im Streit um die schwedische Mohammed-Zeichnung spitzt sich die Lage zu. Ein angeblicher Vertreter des Terrornetzwerks Al Kaida im Irak hat gegen den schwedischen Künstler Lars Vilks eine Todesdrohung ausgesprochen. Der Künstler steht nun unter Polizeischutz und darf sich an keinem festen Wohnsitz aufhalten. Muslimische Vereinigungen distanzierten sich umgehend von den Todesdrohungen. Trotzdem bleibt die Frage, wie dicht Schweden vor der Eskalation des Karikaturenstreits steht.

100.000 Dollar für den, der den Künstler Lars Vilks umbringt. Weitere 50.000 Dollar, wenn er Vilks „schlachtet wie ein Lamm“. Ebenfalls 50.000 Dollar Kopfgeld sind auf den Chefredakteur der Tageszeitung „Nerikes Allehanda“ ausgesetzt. Hinter den Morddrohungen steht die Al-Kaida-Splittergruppe mit dem Namen „Islamischer Staat im Irak“.

Ministerpräsident Reinfeldt hatte sich bislang öffentlich nicht an der Diskussion um das Für und Wider der Zeichnung geäußert, die den Propheten Mohammed als Hund darstellt. Nun, im Zuge der Gewaltandrohungen, sagte Reinfeldt:

„Ich möchte genau wie die muslimischen Organisationen deutliche Distanz zu jeglichem Ruf nach Gewalt markieren. Ich akzeptiere keinerlei Bedrohung gegen schwedische Staatsbürger.“

Künstler Vilks genießt bis auf weiteres Polizeischutz. Auch bei schwedischen Großunternehmen waren islamistisch motivierte Drohungen eingegangen. Fredrik Reinfeldt mahnt zur Besonnenheit.

„Die Gefahr ist noch nicht gebannt, der Verlauf der Angelegenheit ist ernst. Es gibt allen Grund zu Vorsicht und Ruhe zu mahnen, um die Extremisten zu mäßigen, die nun die Spannungen noch steigern wollen.“

”Islam duldet keine Gewalt”

Nachdem die ersten Stimmen der Kritik an der Mohammed-Zeichnung aus muslimischen Kreisen laut geworden waren, hatte Reinfeldt Vertreter von Staaten der arabischen Welt zum Dialog gebeten. Anders als sein dänischer Amtskollege Fogh Rasmussen wollte Reinfeldt damit frühzeitig einer Eskalation der Debatte entgegenwirken.

Doch selbst die einhelligen Reaktionen der muslimischen Verbände in Schweden auf die Morddrohungen werfen Fragen auf. Denn wohin führt die Begründung, dass der Islam keine Gewalt zulasse und die Todesdrohungen deshalb zu verurteilen seien? Nur deshalb? Auch Schweden ist nun in der Situation sich überlegen zu müssen, wie umgehen mit starken religiösen Kräften in der Gesellschaft, bei denen der Glaube im Zweifel über dem Bekenntnis zu den Prinzipien der Demokratie steht.

”Keine Zugeständnisse”

Künstler Lars Vilks jedenfalls will trotz der Morddrohung weitermachen.

„Die Diskussion dreht sich um den Unterschied von Religion und Politik. Da haben wir keinerlei Zugeständnisse zu machen und dafür trete ich ein.“

Liv Heidbüchel

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min Lista".