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Aufschwung im Norden: Kein Verdienst der bürgerlichen Regierung

Publicerat tisdag 18 september 2007 kl 15.23

Ein Jahr ist es her, dass in Stockholm die Sozialdemokraten und ihre Partner nach zwei Mandatsperioden abgelöst worden durch die bürgerliche Allianz. Wie hat das den Norden Schwedens und vor allem den Arbeitsmarkt beeinflusst?

Es ist nicht übervoll in den Lokalen der Arbeitsvermittlung Luleå, doch von den Kunden des Arbeitsamtes hat niemand lobende Worte für die Bürgerlichen in Stockholm über.

„Ich war früher arbeitslos, bin es jetzt auch und finde keinen Job”, sagt ein junger Mann, der die Stellenangebote durchforstet. ”Es ist schwieriger geworden, Arbeit zu finden. Wenn man nicht studiert, findet man schwer ein Auskommen”, erklärt eine junge Frau.

„Alles hat sich verschlechtert”
Arbeit soll sich wieder lohnen - mit diesem Slogan war die Regierung aus Konservativen, Liberalen, Christdemokraten und Zentrumspartei vor einem Jahr angetreten. Was folgte: Kürzungen bei der Arbeitslosenkasse, bei den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. Im Gegenzug, Steuerbegünstigungen für Arbeitnehmer, Kürzung der Vermögenssteuer, Wegfall der Grundsteuer. Mikaela Vennberg aus Luleå kann den Maßnahmen der neuen Regierung nichts abgewinnen.

„Alles hat sich verschlechtert, auch das Elterngeld wurde gekürzt. Ich versteh nicht, was die sich denken. Die Armen werden ärmer und die Reichen reicher.”

Mit dieser Einschätzung ist sie nicht alleine. Hätte allein Norrbotten die Wahl entschieden, die sozialdemokratische Minderheitsregierung wäre an der Macht geblieben. In allen Kommunen Norrbottens haben die Sozialdemokraten die meisten Wählerstimmen bekommen. Die nördlichste schwedische Provinz war schon immer Hochburg der Sozialdemokraten und Linken.

Die größten Verlierer der neuen konservationen schwedischen Politik sind die Langzeitarbeitslosen. Lena Liljebäck, Direktorin des Arbeitsamtes: ”Diese Gruppe wird größer. Im letzten Monat waren es zwar weniger. Aber sonst hatten wir keine Mittel und Programme, um den Langzeitarbeitslosen zu helfen. Insgesamt aber hat sich die Lage in Norrbotten verbessert.”

Konjunkturaufschwung nun auch in Norrbotten spürbar
Die aktuelle Statistik vom August weist 1.675 Menschen als langzeitsarbeitslos aus. 470 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt sind 6.300 Einwohner in Norrbotten ohne Arbeit, das entspricht einer Quote von 3,9 Prozent, der Landesdurchschnitt liegt bei 2,9 Prozent. Die nördlichste schwedische Provinz war stets jene mit der höchsten Arbeitslosigkeit, das hat sich geändert. In Norrbotten ist der Konjunkturaufschwung angekommen, und das kann sich wohl nicht die Regierung auf die Fahnen schreiben, meint Lena Liljebäck:

„Im letzten Jahr hat sich der Arbeitsmarkt in Norrbotten sehr verbessert. Das hängt zum großen Teil mit dem internationalen Konjunkturaufschwung zusammen. Es ist schwer zu sagen, was sich auf die Maßnahmen der Regierung zurückführen lässt. Mit der Analyse sind die Experten beschäftigt.”

Norrbotten profitiert von seinen Rohstoffen: Eisen- und Kupfererz und Holz. Der Handel wächst, nach dem IKEA-Boom in Haparanda entstehen an vielen Orten neue Warenhäuser, davon profitiert zunächst die Baubranche. Die Stahlindustrie legt zu und wird künftig mehr Personal brauchen. Das gilt auch für die Forstwirtschaft und holzverarbeitende Industrie, die von hohen Rohmasse-Preisen profitiert.

Erfolg oder Misserfolg einer weiteren Maßnahme für den Arbeitsmarkt ist auch noch nicht abzusehen: Die Steuerbegünstigungen für haushaltsnahe Dienste, im Volksmund als „Pigavdrag” - „Putzenabzug” verschmäht. Die ersten Analysen haben errechnet, dass dadurch etwa 10.000 neue Stellen geschaffen wurden. In Nordschweden profitieren davon jedoch nicht nur Haushaltshilfen, sondern auch private Schnee-Räumdienste. Und ob die Steuervorteile für mehr Beschäftigung beim Schnee-Räumen sorgen, wird der Winter zeigen.

Katja Güth

18.9.2007

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