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Angesehener Sport: Frauenfußball begeistert Sportlerinnen und Medien

Publicerat tisdag 18 september 2007 kl 15.51

Bei der Frauenfußball-WM in China haben es die Mitfavoritinnen aus Schweden zwar nicht über die Vorrunde hinaus geschafft. Doch ganz dem Erfolg des Frauenfußballs in Schweden tut das keinen Abbruch. Seit die Schwedinnen es bei der letzten WM bis ins Endspiel schafften und nur noch an Deutschland scheiterten, nimmt der Frauenfußball hierzulande an Beliebtheit zu. 56.000 lizenzierte Spielerinnen über 15 Jahren in mehr als 200 Vereinen gibt es inzwischen und die Clubs bemühen sich auch immer stärker um den weiblichen Nachwuchs. Besuch bei der Nachwuchsmannschaft des Erstligavereins Djurgården/Älvsjö.

Die gesamte Sportanlage ist voll mit Fußball spielenden Mädchen verschiedener Altersstufen. Auf dem Rasen, bei den 14- bis 16-Jährigen der Nachwuchsmannschaft, geht es zur Sache. Pässe schlagen, Zweikampf, immer wieder Sturm aufs Tor. Das alles reichlich unverkrampft, meistens quatschen die Mädels oder lachen sich über irgendetwas kaputt, das vermutlich nichts mit Fußball zu tun hat. Dreimal pro Woche geht das so, und am Wochenende wartet meist schon das nächste Spiel. Die 16jährige Anna Bergström hat ihr halbes Leben im Verein verbracht, immer ein klares Ziel vor Augen.

„Für mich bedeutet Fußball unglaublich viel. Besonders diese Mannschaft ist total ernsthaft dabei. Das viele Trainieren und auch die Spiele machen Spaß, weil man weiß, dass man eine Zukunft im Frauenfußball hat, wenn man sich nur richtig anstrengt und sich weiterentwickelt. Außerdem haben wir eine super Zusammenarbeit mit den Damen. Wir dürfen ihr Stadion benutzen und ihren Fitnesskeller. Das macht viel aus, wenn man weiß, dass es für einen bei Djurgården noch weitergehen kann.”

Marta, Vickan, Hanna Ljungberg: Nur wenige verdienen viel

Vom Tabellenzweiten Djurgården/Älvsjö sind drei Spielerinnen bei der WM dabei. Zugpferd in der Nationalmannschaft und im Verein ist Victoria Svensson. Die Angreiferin gehört zu den wenigen Fußballerinnen, die von ihrem Sport leben können. Im Land der Gleichberechtigung klafft die Gehaltsschere im Fußball besonders deutlich. Mit Glück verdienen die meisten Spielerinnen der 1. Liga gerade mal im Jahr das, was ihre männlichen Kollegen in einem Topclub pro Monat bekommen. Große Ausnahme die brasilianische Nationalspielerin Marta Vieira da Silva: Ihr Monatsgehalt liegt bei über 10.000 Euro. Dafür ist Marta auch die beste Spielerin der Welt.

Anna Bergström schreckt das von einer Fußballkarriere aber nicht ab.

„Ich kann mir das total vorstellen. Jetzt geht man ja auch tagsüber zur Schule und trifft Freunde und abends ist dann Training. Ich finde das einfach nur super. Es wäre natürlich viel besser, wenn schwedische Fußballerinnen vom Fußball leben könnten. Aber wer weiß, vielleicht geht das ja in fünf, zehn Jahren. Ich finde aber, der Damenfußball entwickelt sich und bekommt auch immer mehr Aufmerksamkeit.”

Brennen für Fußball, das tut auch die 15jährige Victoria Touma. Sie spielt seit sie vier Jahre alt ist. Ihr größtes Vorbild ist ihr Onkel Sharbel Touma, er ist derzeit beim Zweitligisten Borussia Mönchengladbach unter Vertrag. Auch Victoria hat schon ihren Einstand in der 1. Liga gegeben.

„Das war das beste Erlebnis meines bisherigen Lebens. Total aufregend, aber das wurde dann schnell besser. Die waren alle total nett, besonders Victoria Svensson.”

Frauen gucken höchstens Herrenfußball

In Radio und Fernsehen ist die WM in China ganz groß im Programm. Ein privater Fernsehsender überträgt die Spiele der Schwedinnen live, auch der Schwedische Rundfunk hat seine Sportkommentatoren vor Ort. Die Zeitungen überbieten sich mit seitenlangen Berichten über Spiele, Training, Hintergründe. Doch auch wenn das Thema Frauenfußball nach dem Großereignis nicht wieder in der Mottenkiste verschwindet, hat der Sport zwei Dinge noch nicht in den Griff bekommen, meint Peter Ceder, seit zehn Jahren Trainer der Mädchenmannschaft.

„Der Damenfußball hat ein Problem mit dem Publikum und mit der Finanzierung. Das wird langsam besser, aber man braucht sich doch nur die Mädels hier anzugucken. Die erzählen gern, dass sie in der 1. Liga spielen wollen, aber wenn es darum geht, sich auch mal Frauenfußball anzugucken, dann sagen sie: Nein, danke, wir gehen lieber zu den Herren.”

Kaum Sponsoren für leere Stadien

Rund 80 Millionen Euro Sponsorengelder fließen jährlich in den schwedischen Fußball - von den Kleinsten bis zu den Berühmtesten. Die Frauen sehen davon nur einen Bruchteil, denn in leere Zuschauerreihen möchte kaum ein Unternehmen investieren. Ins Stadion gehen im Schnitt nur 1000 Leute - vom heimischen Sofa aus verfolgen aber immerhin 300.000 Menschen die Ligaspiele. Noch immer gibt es Vereine in der 1. Liga, die gar keine Frauensparte aufgebaut haben.

Die Mädchen von Djurgården kämpfen unermüdlich weiter. Ohne hartes Training keine 1. Liga - und da will Victoria Touma hin, um jeden Preis.

„Klar, das ist mein Traum. Ich habe das schon immer gewollt. Fußball ist alles für mich.”

Liv Heidbüchel

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