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Apothekenmonopol wackelt - Niktonpflaster bald im Supermarkt

Publicerat onsdag 19 september 2007 kl 11.31
Bald im Laden

Schwedens Apotheken befinden sich fest in staatlicher Hand. Daran wird sich auch in allernächster Zukunft nicht ändern – obwohl der Europäische Gerichtshof (EuGH) diesen Status mit einem Urteil bereits ins Wackeln gebracht hat. Was demnach verbessert werden muss, ist der Verkauf von rezeptfreien Mitteln. Jetzt hat die Stockholmer Regierung einen ersten Schritt in diese Richtung getan.

Lange war es angekündigt, doch geschehen war bisher nichts. Der Verkauf von rezeptfreien Arzneimitteln sollte teilweise auch in Supermärkten erlaubt sein. So hatte es bereits die Vorgängerregierung im Jahr 2005 angekündigt, um einem Urteilsspruch des EuGH zu folgen. Doch erst jetzt kündigt die bürgerliche Regierung an, dass der Verkauf von Mitteln zur Abgewöhnung des Rauchens, freigegeben werden soll.

Für Sozialminister Göran Hägglund von den Christdemokraten eine nützliche Regelung:„Es ist doch unlogisch, dass es einfacher ist, an Zigaretten zu kommen als an Mittel gegen die Sucht.“

Die neue Regelung soll vom 1. März kommenden Jahres in Kraft treten. Wer Nikotinkaugummis, –pflaster oder -tabletten anbieten will, muss dazu dann einen Antrag bei der Kommune einreichen. Einer ausdrücklichen Genehmigung bedarf es nicht. Die Regierung geht damit über die Empfehlungen einer staatlichen Kommission hinaus und erleichtert das umsatzstarke Geschäft mit diesen Mitteln.

Strenge Strafen angekündigt

Die Gemeinden sind für die Kontrollen zuständig und müssen dafür sorgen, dass sich die Geschäfte an die Regeln halten und beispielsweise die Produkte nicht an Personen unter 18 Jahren verkaufen. „Wer sich nicht an die Regeln hält, riskiert nicht nur ein Verkaufsverbot, sondern auch eine Gefängnisstrafe,“ kündigt Hägglund an.

Die zukünftigen Kunden scheinen überzeugt davon, dass die neue Regelung Sinn macht. Teresa Lindström, Kundin in einer Apotheke im südschwedischen Malmö, ist ebenfalls der Meinung, dass  es Mittel gegen das Rauchen in Zukunft auch in Supermärkten geben soll: „Ich sehe keinen Grund, warum es diese Mittel nicht dort geben soll. Das steigert doch die Verfügbarkeit.“

Auch für Sozialminister Hägglund überwiegen die Vorteile die eventuellen Risiken und Nebenwirkungen. Wenn dieser erste Versuch gelingen sollte, ist die Freigabe weiterer rezeptpflichtiger Mittel in Zukunft wohl nicht ausgeschlossen.

Dieter Weiand

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