Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Kinder als Diebe missbraucht

Publicerat fredag 21 september 2007 kl 12.49
Magnet für Taschendiebe: Shoppingcenter

Die organisierte Kriminalität hat in den vergangenen Jahren in Schweden lawinenartig zugenommen. Beliebte Werkzeuge verbrecherischer Organisationen sind nicht zuletzt Kinder. In jüngster Zeit hat die schwedische Polizei mehrere ausländische Banden ausgehoben, die verdächtigt werden, Kinder aus Osteuropa für Diebstähle ausgenutzt zu haben. Die Kinder aus armen Familien werden von ihren Eltern regelrecht verkauft.

Gegenwärtig laufen mehrere Voruntersuchungen wegen Verdachts auf Menschenhandel. Das Geschäft mit den kleinen Auftrags-Dieben blühe vielerorts, sagt Kajsa Wahlberg, Kriminalinspektorin beim Landeskriminalamt.
„ Die Kinder sind darin trainiert, in Geschäften und Kaufhäusern zu stehlen. Oft betätigen sie sich auch als Taschendiebe. Die Beute liefern sie dann jeweils bei einem Erwachsenen ab. Die Banden reisen quer durch Schweden und durch Europa und nutzen die Kinder für diese Art von Diebstahl aus.“

Lange hatte man seitens der Polizei Fälle, bei denen ein Kind als Dieb ertappt wurde, jeweils für sich behandelt. Ziemlich naiv und zum Nutzen der Banden, wie sich mittlerweile gezeigt hat; konnten sie doch daraufhin ihrer verbrecherischen Tätigkeit vergleichsweise ungestört nachgehen. Erst eine gründliche Studie, die die Polizei vor einem Jahr erstellte, machte die wahren Verhältnisse offenbar: dass es sich bei besagten Fällen nämlich in höchstem Grad um organisierte Kriminalität handelt. Seitdem haben die Gesetzeshüter mehrfach gegen mutmaβliche Banden zugeschlagen, die Kinder aus Rumänien und Bulgarien zum Stehlen missbraucht haben sollen. Bislang ist noch niemand verurteilt worden; es laufen aber mehrere Voruntersuchungen.

Mittlerweile habe man ein recht klares Bild davon, wie die Rekrutierung der Kinder vor sich gehe, sagt Kajsa Wahlberg. Die Menschenhändler suchten Familien auf und zahlten für den Kauf der Kinder-Arbeitskraft.

“Oftmals handelt es sich bei den Eltern um Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben. Sie sind arm, haben keine Ausbildung und sind gezwungen, irgendwoher Geld zum Leben zu beschaffen. Die Kinder zu verkaufen, ist immerhin eine Möglichkeit.“

Hat das Phänomen zugenommen, oder sind dank des Einsatzes der Polizei einfach mehr Fälle bekannt geworden? Sowohl als auch, meint die Kriminalistin. Die offenen Grenzen in Europa hätten den Menschenhandel auch in diesem Bereich jedenfalls eindeutig befördert. Um die Machenschaften der kriminellen Banden zu stoppen, sei intensive Arbeit nötig:
„Bei der Polizei und auch in anderen Organisationen müssen wir einfach noch mehr lernen, müssen besser verstehen, wie diese Art von Verbrechen vor sich gehen, und müssen diese Kenntnisse weitergeben“.

Ganz wichtig sei es auch, das gemeinsame Wissenstets an zentraler Stelle auf den jüngsten Stand zu bringen, der organisierten Kriminalität also selbst Top-Organisation entgegenzusetzen. Nur so könne man auf längere Sicht den Kampf gewinnen.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".