Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Schulen zum Schnäppchenpreis

Publicerat tisdag 25 september 2007 kl 16.15

Die Privatisierung kommunaler Schulen schreitet in Schweden zügig voran. Die Gemeinden entledigen sich mit dem Verkauf einer großen finanziellen Bürde, und so mancher Käufer macht ein echtes Schnäppchen. Weniger begeistert sind hingegen vielfach Schüler und Lehrer. Nun fordern sozialdemokratische Parlamentarier im Reichstag klare Regeln für die Veräußerung von Schulen.

Was kostet eine Schule? Im Fall des Tibble-Gymnasiums im Stockholmer Vorort Täby lautet die Antwort: Neun Millionen Kronen, an die 980.000 Euro. Für diesen Preis, laut Experten ein Drittel des wirklichen Marktpreises, erwarb die Rektorin, Maj Dellström, im Frühjahr die Schule, die erst kürzlich für viereinhalb Millionen Euro aus dem Gemeindesäckel tiptop renoviert worden war.

So weit, so gut, jedenfalls für die neue Schulbesitzerin. Sie hatte getreu dem Motto der bürgerlichen Stockholmer Stadtregierung gehandelt, wonach die Mitarbeiter kommunaler Einrichtungen unter dem Stichwort „Auslagerung“ zu privater Übernahme ermuntert werden sollen. Im Falle des Tibble -Gymnasiums gab es allerdings zwei entscheidende Mängel: Das war zum einen der Dumpingpreis, zum anderen die Tatsache, dass die Privatisierung gegen den ausdrücklichen Widerstand von Lehrern und Schülern durchgesetzt wurde. Mikael Damberg, sozialdemokratischer Reichstagsabgeordneter, will nun klare Regeln sehen:

„Der Begriff Auslagerung ist ja kein juristischer Terminus, sondern eine ziemlich verwaschene Formulierung, eine Art Grauzone. Man deutet bestehende beziehungsweise eben nicht bestehende Regeln einfach so, wie es einem gerade passt“, sagt Mikael Damberg. Gemeinsam mit einer Gruppe von Fraktionskollegen drängt er jetzt mit einer Eingabe auf deutliche Vorgaben. Denn bislang schauen die Gemeinden dem heftigen Verkaufstreiben eher hilflos zu. Was bei der Überführung kommunaler Einrichtungen in private Hände beachtet werden muss, was zulässig ist und was nicht, dazu steht nirgendwo Verbindliches geschrieben. Mehr als 50 Anträge auf die Übernahme von Schulen liegen bislang landesweit vor – die Zeit drängt.

Doch Schulminister Jan Björklund sieht die Dinge gelassen. Er will zwar den Schulverkauf zum Dumpingpreis verhindern, aber entsprechende Vorgaben erst 2009 im Rahmen des neuen Schulgesetzes vorlegen.

“Was wir im Fall des Tibble-Gymnasiums gesehen haben, gefällt mir auch nicht. Aber wir müssen das neue Schulgesetz in Ruhe beraten können“, sagt der Minister. Bis 2009 können noch viele Schulkäufe getätigt werden. Es sieht ganz danach aus, als würden sich auch diese Geschäfte in einer Art Wildwest-Manier abspielen.

Anne Rentzsch

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".