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Homo-Ehe entzweit schwedische Kirche

Publicerat onsdag 26 september 2007 kl 12.43

Soll die schwedische Kirche weiterhin Trauungen schließen dürfen? Diese Frage stellt sich nicht etwa irgendwer außerhalb der Kirche sonder die Mitglieder der gerade stafindenden Synode. Dort gibt es Anträge, die eben vorschlagen, dass die Kirche sich dieses auch im internationalen Zusammenhang exklusiven Rechtes entledigen soll. Ursache ist die geplante Reform des Gesetzes über Eheschließungen. Dort ist nämlich die Gleichberechtigung homosexueller Ehen vorgesehen.

Die Homo-Ehe gibt es in Schweden bereits seit langem. Allerdings ist diese im so genannten Partnerschaftsgesetz geregelt – bisher. Jetzt schlägt der zuständige Ausschuss im Reichstag vor, die Homo-Ehe gleichberechtigt ins Eheschließungsgesetz einzubinden. Das setzt die schwedisch-lutherische Kirche unter Zugzwang, denn sie besitzt ein Privileg, wie kaum eine andere Kirche in einem anderen europäischen Land.

In Schweden genügt nämlich der Gang zum Pastor. Wer eine Ehe schließen will, muss nicht zwangsläufig zum Standesamt – wie etwa in Deutschland. Weil dieser Status jedoch dazu führt, dass die Kirche in Zukunft auch homosexuelle Paare trauen muss, hat die Synode jetzt ein Problem. Zwar gibt es Vertreter, die einer Homo-Trauung aufgeschlossen gegenüber stehen, doch hat sich auch Widerstand gemeldet. So erst kürzlich aus dem Bistum Uppsala, wo sich der Kirchenvorstand gegen die Homo-Trauung ausgesprochen hat.

Deshalb jetzt auch die Einlagen, dass die Kirche ganz auf ihr Recht zu Trauen verzichten soll. Erzbischof Anders Weijryd ist sich nicht sicher, ob es zur Zerreisprobe kommt:„Ich weiß es nicht. In unserer Kirche wird offen diskutiert. Wir sind aber auch in der Lage, gemeinsame Entscheidungen zu beschließen.“

Spannungen erwartet

Schwierige Diskussionen kommen auf die Synode zu. Das bestätigt auch Lennart Lundberg, der für die Kirchenzeitung schon über zahlreiche Kirchentage berichtet hat: „Es gibt Menschen die meinen, dass die Haltung der Kirche gegenüber Homosexuellen ein genauso schwieriges Thema ist wie die gegenüber weiblichen Priestern. Und diese Frage wird ja seit den fünfziger Jahren diskutiert. Da gibt es starke Spannungen und es bleibt abzuwarten, wie die Kirche damit umgeht.“

Weibliche Priester gibt es seit längerem in Schweden, aber eben auch eine Fraktion die öffentlich ihre Gegnerschaft kundtut. Die Gefahr ist auch diesmal groß, dass es Priester geben wird, die sich weigern homosexuelle Paare zu trauen. Das Dilemma droht das ganze Kirchengefüge zu verändern, meint Lundberg: „Es ist schwer genau vorauszusehen, was passiert. Auf lange Sicht wird es wohl darauf hinauslaufen, dass wir nicht mehr so zentralisiert sind und mehrer abtrünnige Gemeinden haben.“

Die Trennung vom Staat im Jahr 2000 hat die schwedisch-lutherische Kirche überstanden. Es bleibt abzuwarten, wie sie die neue Ehegesetzgebung übersteht. Auf der Synode wird noch keine Entscheidung getroffen. Das Thema wird dann später dem Kirchentag vorgelegt. 

Dieter Weiand

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