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Buchmesse in Göteborg 2007

Publicerat onsdag 26 september 2007 kl 16.59

Am Donnerstag beginnt die Göteborger Buchmesse „Bok och Blibliotek“, also „Buch und Bibliothek“ Das größte Kulturereignis Skandinaviens findet seit mehr als zwanzig Jahren statt und lockt mittlerweile jährlich an die 100.000 Besucher. Ganz  besonders widmet sich die Messe auch diesmal wieder der Literatur aus Schweden und den anderen skandinavischen Ländern. Weiterer Schwerpunkt der Messe 2007 ist Estland.

Es braucht nur die richtige Umgebung, dann kommen die Ideen wie von selbst, sagt Bertil Falck, einer der Gründer der Messe. Den Einfall, das Schweinwerferlicht auf Bibliothekare und ihre Arbeit zu richten, bekam er, als er Mitte der 80-er Jahre eine Stelle als Verwaltungschef bei der Stadtbibliothek Göteborg antrat.

“Die Göteborger Stadtbibliothek hat pro Jahr mehr Besucher als der Eiffelturm in Paris. Vielen ist das gar nicht bewusst, oft wird diese Arbeit gering geschätzt und wenn es gilt, neue Bücher einzukaufen, dann heiβt es vor allem: Das ist zu teuer! Gemeinsam mit einem Freund, Konny Jacobsson, sagte ich mir damals: Wir sollten versuchen, ganz tolle Seminare zu organisieren, die die Leute anlocken.“

Das war der Startschuss. Die erste Göteborger Buchmesse 1985 lockte 5000 Besucher. Man habe kaum daran verdient, aber auch kein Geld verloren, sagt Bertil Falck.


In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich das zarte Pflänzchen Buchmesse zu einem Ereignis von Weltrang entwickelt, einem populären Treffpunkt für Verleger und Bibliothekare, Schriftsteller und ihre Leser. Kann man in Göteborg wohnen, ohne die Messe zu kennen? Im Prinzip nicht. Aber was die Messe bedeutet, darüber kann man natürlich verschiedener Meinung sein.

„Es ist lange her, dass ich dort war, aber es hat mir jedenfalls gut gefallen“, sagt eine junge Mutter, und ein junger Mann um die zwanzig pflichtet ihr bei, allerdings mit Einschränkungen: „Einmal hab ich die Messe besucht und habe Comichefte gekauft. Es war ganz o.k., aber andererseits nicht s o bedeutend, eher ein lokales Ereignis.“ Das sieht diese Frau ganz anders: „Ich bin in den vergangenen Jahren sehr oft da gewesen und bin überzeugt, die Messe trägt dazu bei, Göteborg und Schweden weltweit populär zu machen.“

Bei Gunilla Sandin, Programmchefin der Messe, laufen alle organisatorischen Fäden zusammen.

“Im Moment sind es lauter kleine Details, mit denen ich mich befasse. Alles muss schlieβlich klappen, nichts darf schief gehen, wenn die Messe eröffnet wird. Wir haben immerhin an die 450 Seminare in diesem Jahr, mit zirka 750 Mitwirkenden“, sagt sie. Vor zwanzig Jahren konnte das Team in Göteborg das Programm noch selbst erstellen. Das wäre heute ein Ding der Unmöglichkeit, sagt Gunilla Sandin. Ihre Abteilung arbeitet mit verschiedenen Partnern zusammen, in erster Linie mit Verlagen. In diesem Jahr werde es eine Menge interessanter Veranstaltungen geben, verspricht sie:


“Wir sind sehr froh und stolz, dass Erzbischof Desmond Tutu hierher kommt. Von den ausländischen Schriftstellern, die die Messe besuchen, ist vor allem Amos Oz aus Israel zu nennen, er hat gerade ein Buch zum Thema herausgebracht, wie man Fanatismus heilen kann. Natürlich wären darüber hinaus noch eine Menge spannender Gäste zu nennen, aber diese beiden sind für mich besonders interessant, sagt Programmchefin Gunilla Sandin. Bei mehr als 2000 Programmpunkten, verteilt auf gerade mal vier Tage, kann man als Gast natürlich unmöglich alles sehen. Aber auf jeden Fall, so versichert Messe-Mitbegründer Bertil Falck, werde man eine Menge Neues entdecken. Nicht zuletzt sei die Veranstaltung eine blendende Gelegenheit, die Literatur der nordischen Nachbarländer besser kennen zu lernen.


“1987 begannen wir mit einem Norwegen-Special. Dann folgten nach und nach die anderen nordischen Länder. Auf diese Weise haben wir das Interesse für die Literatur unserer Nachbarn steigern können. 1990 stellten wir zum Beispiel Island in den Mittelpunkt, damals waren nur rund 50 Werke von isländischen Autoren ins Schwedische übersetzt. Diese Zahl hat sich dann im Laufe von ein paar Jahren verdoppelt. Heute sind isländische Autoren in Schweden sehr bekannt und sehr populär. Ganz offenbar hat die Messe zu diesem gewachsenen Interesse beigetragen.“


In diesem Jahr nun steht Estland im Mittelpunkt. Und demnächst, so hofft Bertil Falck, werde es auch einmal Russland sein.


Für die Stadt Göteborg jedenfalls ist das jährliche Buch-Spektakel eine willkommene Einnahmequelle.
“Die Messe spielt pro Jahr an die 200 Millionen, also etwa 22 Millionen Euro ein, Dadurch, dass die Leute zum Beispiel Taxi fahren, ins Restaurant oder ins Kino gehen. Zum Vergleich: die Fuβball-Europameisterschaft brachte ungefähr 350 Millionen, also 38 Millionen Euro“, sagt Bertil Falck. Seine Prognose für die Zukunft: die Göteborger Buchmesse wird leben und gedeihen.

“Wir haben nun mal ein einzigartiges Konzept. Das Allerwichtigste für uns sind die Seminare, die ziehen eine Menge interessanter Menschen an. Das Seminar-Programm macht die Messe zu etwas weltweit Besonderem. Kurz gesagt: wir sind am gröβten, am besten und am schönsten.“

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