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Beteiligung an EU-Friedenstruppe im Tschad geplant

Publicerat torsdag 27 september 2007 kl 14.49
Flüchtlingslager in Darfur

Im anhaltenden Konflikt in der sudanesischen Krisenregion Darfur will sich Schweden mit 200 Soldaten an einer EU-geführten Schutztruppe im Tschad beteiligen. Der UNO-Sicherheitsrat hat diese Woche die Stationierung einer EU-Friedenstruppe in angrenzenden Staaten beschlossen. Nun erwägen die schwedischen Streitkräfte eine Marineelitetruppe in die Grenzgebiete zu entsenden. Verteidigungsminister Sten Tolgfors betonte, von der Situation im Tschad hänge auch die weitere Entwicklung in Darfur ab.

Rund 400.000 Flüchtlinge hat allein der Tschad bislang aus der sudanesischen Nachbarprovinz Darfur aufgenommen und mit den Flüchtlingen schwappt auch der Konflikt ins Land. Nun will Schweden helfen, den Konflikt zu befrieden; mit maximal 200 Soldaten und nicht länger als sechs Monate, vorausgesetzt, die angebotene Amphibientruppe wird den Anforderungen gerecht. Jan Johnsson, Chef der schwedischen Einsatztruppe, erklärt, worauf es der schwedischen Kompanie ankommen wird.

„Die Darfur-Provinz ist ja nicht auf den Sudan begrenzt, sondern reicht auch in den Tschad und Zentralafrika hinein. Wenn jetzt die UNO einen großen Einsatz im Sudan beginnt, schiebt sich das Problem über die porösen Grenzen und erschwert die Situation für die Flüchtlinge in der Darfur-Provinz. Unsere Aufgabe wird sein zu verhindern, dass der Völkermord in die angrenzenden Staaten getragen wird.“

EU-Friedenstruppe noch nicht vollzählig

Im Rahmen einer „Schnellen Eingreiftruppe“ bereiten die schwedischen Streitkräfte bereits gemeinsam mit Norwegen einen Einsatz in der Darfur-Region vor. Nun plant die Regierung also eine weitere Truppe ins Nachbarland zu entsenden. Kostenpunkt: nicht mehr als 40 Millionen Euro. Weitere Voraussetzung für einen baldigen Einsatz ist jedoch, dass die EU-Friedenstruppe überhaupt zusammenkommt. Zwischen 3000 und 4000 Soldaten sollen die Mitgliedsstaaten stellen, gesichert ist bislang erst die Hälfte. Der Fahrplan für den Einsatz jedenfalls steht. Jan Johnsson:

„Der kürzlich gefasste Beschluss des Sicherheitsrates zum Mandat der EU-Schutztruppe sieht vor, dass die EU die ersten zwölf Monate im Land ist. Zeitgleich schickt die UNO Polizisten. Nach einem Jahr löst dann eine UNO-Friedenstruppe die EU-Friedenstruppe ab.“

Reichstag muss grünes Licht geben

Sobald die Details über Einsatz EU-Friedenstruppe geklärt sind, muss nur noch der Stockholmer Reichstag darüber entscheiden, ob sich auch 200 schwedische Soldaten an der Befriedung des Konflikts in der Darfur-Region beteiligen sollen.

Liv Heidbüchel

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