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Forscher schlagen subventionierte Teilzeitarbeit gegen Elternstress vor

Publicerat måndag 1 oktober 2007 kl 10.20

Ein hoher Anteil berufstätiger Frauen und eine erstklassige Kleinkinderbetreuung – das sind die Grundpfeiler der schwedischen Gleichberechtigungs- und Wohlfahrtspolitik. Während beide Eltern berufstätig sind und den Wohlfahrtsstaat finanzieren, kümmern sich Kinderkrippen und Kitas um die Kleinsten. Eine Studie zeigt jetzt, dass die Wochenarbeitszeit berufstätiger Frauen in den letzten Jahren zugenommen hat. Doch das hat seinen Preis. Deshalb wollen immer mehr Frauen und Männer weniger arbeiten.

Früh morgens um halb sieben – eine schwedischer Alltag. Krankenschwester Sanna Nyström macht ihre beiden Kinder fertig für Schule und Kindergarten. Ihr Mann ist schon auf dem Weg zur Arbeit und auch Sanna Nyströms Tag ist ausgefüllt: „Erst die Kinder abliefern, dann abholen. Dazu den ganzen Tag arbeiten. Abends dann Essen kochen, abwaschen, Hausaufgaben betreuen, die Kinder baden.“

Der Normalfall ist in Schweden, dass beide Eltern berufstätig sind, meist Vollzeit auch bei Kleinkindern. Die Wochenarbeitszeit liegt bei 39 bis 40 Stunden. Mit der Arbeit der Eltern wird der Wohlfahrtsstaat unterstützt. Das ist auch die Ambition der bürgerlichen Regierung, unterstreicht Finanzminister Anders Borg: „Arbeit ist gut für die Menschen, Arbeit ist gut für Studenten, Arbeit ist gut für Jugendliche, Arbeit ist gut für Ältere, Arbeit ist gut für nahezu alle Bevölkerungsgruppen. Denn auf Arbeit beruht der Wohlfahrtsstaat.“

Unzufriedene Eltern

Deswegen  müssen Teilzeitarbeitende nach den jüngsten Plänen der Regierung mit einer Reihe von Einbußen rechnen. Der Trend scheint dem Finanzminister Recht zu geben. Denn noch nie zuvor haben die Schweden so viel gearbeitet. Eine Studie an der Universität Göteborg hat errechnet, dass die Wochenarbeitszeit von Familien in den letzten 30 Jahren um zehn Stunden pro Woche zugenommen hat. Doch die Eltern sind mit dieser Situation häufig nicht zufrieden, so Forscher Jörgen Larsson: „Ich habe analysiert, dass die Hälfte aller Eltern fühlen, dass sie den Alltag nicht mehr meistern und extrem unter Zeitdruck stehen. Was am meisten zu diesem Zeitdruck beiträgt ist die Vollzeitarbeit beider Eltern.“

40 Prozent aller Frauen und 15 Prozent der Männer möchten daher Teilzeit arbeiten. Da das Lohniveau im Vergleich mit anderen westlichen Industrieländern relativ niedrig ist und die Steuerbelastung relativ hoch, geht diese Rechnung für viele Familien nicht auf, wie Krankenschwester Sanna Nyström erzählt: „Ich wollte gerne mehr Zeit für die Kinder haben und sie früher abholen. Ich habe es mit Teilzeit versucht. Aber da reichte das Geld hinten und vorne nicht.“

35 Stunden-Woche

Während die Regierung die Bedingungen für die Teilzeit-Arbeiter verschlechtert, möchten die Forscher in Göteborg es eher anders herum sehen. Sie schlagen vor, dass Eltern von Kleinkindern, die Teilzeit arbeiten, ökonomisch vom Staat kompensiert werden, so Jörgen Larsson: „Da die Hauptursache für den Zeitdruck die lange Arbeitszeit ist, schlagen wir eine 35 Stunden-Woche für Eltern von Kleinkindern vor. Und damit das nicht nur von Frauen in Anspruch genommen wird, schlagen wir einen Gleichberechtigungsbonus vor, um auch die Väter zu interessieren. Dieser Bonus sollte dazu führen, dass die Familie die gleichen Einkünfte hat, auch wenn beide nur 35 Stunden arbeiten.“

Wie diese Maßnahme finanziert werden soll, lässt der Forscher dagegen offen. Bis dahin wird der schwedischen Durchschnittsfamilie und dabei vor allem den Müttern einiges abverlangt werden, damit Beruf, Familienleben und Wohlfahrtstaat weiter so nebeneinander funktionieren wie bisher.

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