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Alternativer Nobelpreis 2007

Publicerat tisdag 2 oktober 2007 kl 10.40
Die diesjährigen Preisträger und Jakob von Uexkull (Foto: Jonas Ekströmer /SCANPIX)

Den „Right Livelihood Award“ erhalten in diesem Jahr Preisträger aus vier verschiedenen Ländern, teilte die Jury des alternativen Nobelpreises am Vormittag in Stockholm mit.

Ausgezeichnet wird der Jurist Christopher Weeramantry aus Sri Lanka für seinen Kampf für das Völkerrecht.

Die Kenianerin Dekha Ibrahim Abdi erhält den Preis für ihre Bemühungen zur Lösung ethnischer und religiöser Konflikte in Afrika.

Das kanadische Paar Percy und Louise Schmeiser wird für seinen Einsatz für biologische Vielfalt in der Landwirtschaft geehrt.

Außerdem wird das Unternehmen „Grameen Shakti“ aus Bangladesch für seine umweltfreundliche Energiegewinnung ausgezeichnet.

Der „Right Livelihood Award“ ist mit umgerechnet 220.000 Euro dotiert.

Auch in diesem Jahr befanden die Organisatoren des „Right Livelihood Award“ die Einsätze mehrerer Personen für preiswürdig. Wieder einmal setzte das Komitee ein politisches Zeichen, indem es Christopher Weeramantry aus Sri Lanka auszeichnete.

In Zeiten allgemeiner Wiederaufrüstung habe der Jurist moralische Standhaftigkeit bewiesen, meinte Ole von Uexkull, der Direktor der Preisstiftung: „Durch seine jahrzehntelange Arbeit hat er gezeigt, wie wichtig das Völkerrecht ist – vor allem, was die Gefahr durch Atomwaffen betrifft. Er hat als Richter am Internationalen Gerichtshof 1996 als einziger argumentiert, dass Massenvernichtungswaffen grundsätzlich gegen die Grundprinzipien des Völkerrechts verstoβen. Sowohl der Besitz als auch die Verwendung dieser Waffen sei illegal.“

Stiftungsdirektor Ole von Uexkull räumte ein, dass bei der Auszeichnung Weeramantrys weniger dessen konkrete Erfolge als vielmehr die moralische Grundhaltung ausschlaggebend gewesen sei: „Heutzutage fehlt der politische Wille, Atomwaffen abzuschaffen. Mit unserem Preis wollen wir zeigen, dass es juristische Argumente gegen diese Waffen gibt. Deswegen zeichnen wir einen Juristen aus.“

Praktische Erfolge  

Praktische Erfolge vorzuweisen haben hingegen die übrigen Preisträger. Das Unternehmen „Grameen Shakti“ aus Bangladesch etwa kann auf jahrelange umweltfreundliche Energiegewinnung zurückblicken. Und die kanadischen Eheleute Percy und Louise Schmeiser haben mit Erfolg für mehr biologische Vielfalt in der landwirtschaftlichen Produktion gewirkt.

Auch die Kenianerin Dekha Ibrahim Abdi darf sich praktischer Erfolge ihres Wirkens rühmen, lobte Ole von Uexkull: „Sie gründete ein Friedens- und Entwicklungskomitee, das sich die Lösung praktischer Probleme zum Ziel gesetzt hat. Dies ist ihr auch geglückt. Dabei klammerte sie bewusst religiöse oder ethnische Hintergründe der Beteiligten aus. Auf diese Weise konnten die tatsächlichen Probleme der Menschen in der Region gelöst werden. Dieses Konfliktlösungsmodell hat sich auch in anderen Ländern bewährt.“

Einmal mehr hat der „Right Livelihood Award“ seinem Ruf als alternativer Nobelpreis damit alle Ehre gemacht. Seit 1980 zeichnet die Stiftung, die vom deutsch-schwedischen Schriftsteller und Ex-Politiker Jakob von Uexkull gegründet wurde, Menschen aus, die sich mit praktischen Lösungen für ein menschenwürdiges Dasein einsetzen. Verliehen wird die Auszeichnung traditionell am neunten Dezember, einen Tag vor dem offiziellen Nobeltag.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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