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Krankenhaus

Kampf gegen Superbakterien

Publicerat tisdag 2 oktober 2007 kl 12.17

Mit drastischen Maßnahmen versuchen Schwedens Krankenhäuser, den Kampf gegen so genannte Superbakterien zu gewinnen. Anlass zur Hoffnung gibt die Entwicklung im Akademischen Krankenhaus von Uppsala. Dort konnten die Ansteckungen mit superresistenten Bakterien durch Hygienemaβnahmen deutlich verringert werden.

Überbelegte Patientenzimmer und mangelnde Hygiene beim medizinischen Personal: Das war der gefährliche Cocktail, der im Akademischen Krankenhaus von Uppsala im Frühling die Zahl der Infizierten auf annähernd 260 hochschnellen ließ.

Die Patienten hatten sich während ihres Aufenthaltes mit dem Superbakterium ESBL angesteckt und erkrankten daraufhin an Lungenentzündung oder Blutvergiftung.

Johan Struve von der Seuchenschutzbehörde war alarmiert: „Das Problem ist, dass man diese Bakterien nicht mit Antibiotika bekämpfen kann. In der Regel müssen die Patienten an den Tropf gelegt werden, weil Tabletten da nicht weiterhelfen.“

Infektionen verdoppelt 

Seit Februar dieses Jahres müssen ESBL-Infektionen der Seuchenschutzbehörde gemeldet werden. Zwar ist die Ansteckung über die Luft sehr gering, doch gerade in Umgebungen, in denen viele Menschen auf engstem Raum leben, steigt das Infektionsrisiko. Die Klinik in Uppsala sollte nicht das einzige Krankenhaus Schwedens bleiben, in dem ESBL auftrat. Im Mai wurden landesweit 450 Fälle registriert, mittlerweile sind es sogar rund 1.000 Erkrankungen.

Noch einmal Johan Struve von der Seuchenschutzbehörde: „Wir sind über diesen Trend sehr besorgt. Deswegen müssen wir Mehrbettzimmer und Gemeinschaftstoiletten abschaffen. Ansonsten hilft die beste Behandlung nicht.“

Gemeinsame Anstrengung 

Einzig das Akademische Krankenhaus in Uppsala konnte diesen Negativtrend bislang nachhaltig stoppen. Mit Hilfe eines 37-Punkte-Plans wurden die Hygienebedingungen deutlich verbessert und die Zahl der Neuansteckungen eindrucksvoll reduziert. Seit dem Sommer gab es lediglich einen Patienten, der sich neu mit ESBL infizierte. Doch die Behörden warnen davor, ESBL als reines Hygieneproblem abzuqualifizieren: Vor allem zu häufig verschriebene Antibiotika sorgten dafür, dass einzelne Bakterienstämme multiresistent würden. In Schweden ein weit verbreitetes Problem. Gegen die Superbakterien helfe nur die gemeinsame Anstrengung von Ärzten und Pflegepersonal.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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