Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Carnegieaffäre belastet auch Regierung

Publicerat tisdag 2 oktober 2007 kl 12.38

Die Gier nach Geld in einer Stockholmer Investmentfirma setzt die Regierung unter Druck denn ausgerechnet besagte Firma ist Ratgeber der regierung in wichitgen Aktien und Privatisierungsgeschäften. Deshalb hat der Finanzskandal bei Carnegie hat dazu geführt, dass die Opposition jetzt Kapital daraus schlägt und den Rücktritt des zuständigen Ministers fordert.

Die Investmentberatungsfirma Carnegie steht gewaltig unter Druck. Im Frühjahr war enthüllt worden, dass drei Toppmanager von Carnegie die Bilanzen frisiert hatten um fette Gehaltsboni einzukassieren. Die Finanzaufsicht hat das Unternehmen mit der Höchststrafe von umgerechnet rund 5,5 Millionen Euro belegt. Der Geschäftsführer ist mittlerweile zurückgetreten. Doch die Carnegie-Affäre hat auch politische Auswirkungen. Erstes Opfer wurde denn auch Karin Forseke. Sie hat ihre Segel als Ratgeberin der Regierung für die geplanten Privatisierungen von staatlichen Unternehmen gestrichen. Forseke war unter den Druck der Opposition geraten, weil sie vor ihrem Regierungsauftrag Chefin von Carnegie war. Entnervt hat sie jetzt das Handtuch geworfen. Doch sie könnte nicht das letzte Opfer der Affäre sein.

Ins Visier der Opposition ist der Christdemokrat Mats Odell geraten. Zu seinem Aufgabenbereich gehört die Aufsicht der Finanzmärkte. Delikat ist dabei, dass Carnegie der Ratgeber der Regierung für Aktiengeschäfte ist. Bisher konnte sich Odell nicht dazu durchringen, diese Verbindung zu kappen. Das provoziert die Kritik der sozialdemokratischen Parteivorsitzenden, Mona Sahlin: „Ich finde es schon bemerkenswert, wenn der verantwortliche Minister auch Tage nach dem Skandal nicht in der Lage ist, den einzig richtigen Beschluss in dieser Sache zu fassen, nämlich die Zusammenarbeit mit Carnegie zu beenden.“

Beraterfunktion von Carnegie
Carnegie ist darüber hinaus auch in eine Affäre um Insidergeschäfte verwickelt. Dennoch ist das Unternehmen von der Regierung weiter beauftragt, den Verkauf der Stockholmer Börse OMX sowie des Immobilienkreditinstituts SBAB abzuwickeln.

Das hat für Mona Sahlin eine Dimension, die auch den Regierungschef angehen sollte: „Ich möchte von Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt hören, ob er weiter Vertrauen in Mats Odells Art und Weise hat, diese Krise zu meistern.“

Sahlin wird sich jedoch gedulden müssen. Odell muss demnächst vor dem Wirtschaftsausschuss des Reichstages erscheinen um Rede und Antwort in der betreffenden Sache zu stehen. Bis dahin möchte er in der Sache keine Entscheidung treffen.

Dieter Weiand

2.10.2007

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".