Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Weiterer Rücktritt nach Carnegie-Affäre

Publicerat onsdag 3 oktober 2007 kl 14.16
Mats Odell in Bedrängnis

Geldgierige Finanzmanager sind schlecht für das Vertrauen – das muss jetzt auch die Regierung erfahren. Die Affäre um das Investmentunternehmen Carnegie ist noch lange nicht ausgestanden. Heute musste Finanzmarktminister Mats Odell den zuständigen Staatssekretär entlassen. Darüber hinaus gefährdet die Affäre den geplanten Verkauf von in staatlichem Besitz befindlichen Unternehmen.

Da ist zum einen Carnegie. Das Unternehmen wurde von der Finanzaufsicht bestraft, weil Bilanzen gefälscht wurden und es Hinweise auf Insidergeschäfte gibt. Da ist zum anderen die Regierung, die ausgerechnet jenes Unternehmen beauftragt hat, mitzuhelfen beim Verkauf der in Staatsbesitz befindlichen Stockholmer Börse OMX sowie des Immobilienkreditinstitutes SBAB. Noch pikanter ist die Tatsache, dass hochgestellte Mitarbeiter im Ministerium eine Vergangenheit bei Carnegie haben. Gerade die Mitarbeiter, die den Verkauf sowie die Beziehungen zu Carnegie als Verantwortungsbereich haben.

Das alles ist für Finanzmarktminister Mats Odell zuviel geworden, auch wenn er jegliche Kritik von sich weist: „Man hat mir vorgeworfen, ich sei passiv gewesen. Das stimmt aber nicht. Die Wahrheit ist, dass ich den Bericht der Finanzaufsicht am Freitag bekommen habe und darauf hin auch Schritte eingeleitet habe. Da war mir bereits bewusst, dass meine Mitarbeiter Karin Forseke und Urban Funered Probleme haben werden und dass wir unser Verhältnis zu Carnegie überdenken müssen. Ich habe mit Karin Forseke gesprochen, die bereits ihren Rücktritt bekannt gegeben hat und ich habe mit Urban Funered gesprochen. Gemeinsam sind wir zur Entscheidung gekommen, dass auch er sein Amt nicht weiter ausüben sollte.“

Zwei Opfer

Tabula rasa also in Mats Odells Ministerium. Karin Forseke war von der Regierung beauftragt worden, die geplanten Verkäufe in Zusammenarbeit mit Carnegie abzuwickeln. Sie hat bereits ihren Hut genommen, da sie als ehemalige Chefin von Carnegie mitverantwortlich für den Zustand des Unternehmens ist. Jetzt muss auch Staatssekretär Funered gehen- auch er hat eine Vergangenheit bei Carnegie.

Erleichtert dürfte Odell dagegen gewesen sein, dass Carnegie von sich aus die Zusammenarbeit mit der Regierung aufgekündigt hat.

Die Opposition hat in dieser Frage viel Druck gemacht. Der Sozialdemokrat und ehemalige Wirtschaftsminister Thomas Östros ist jedoch nicht völlig zufrieden: „Urban Funered war ja verantwortlich für die Finanzen bei Carnegie und wurde vor ein paar Wochen von der Regierung angestellt. Das ist doch klar, dass er nicht weitermachen kann. Gleichzeitig wurde der Verkauf staatlicher Unternehmen in Mitleidenschaft gezogen, dafür war ja Funered auch verantwortlich.“

Bereits zuvor war die Regierung kritisiert worden, weil sie den millionenschweren Verkauf nicht ordnungsgemäß abwickele. Es seien bereits viele verfahrenstechnische Fehler unterlaufen, so die Opposition. Sie fordert, dass die Verkäufe unmittelbar gestoppt werden.

Dieter Weiand

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".