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(Publicerat idag kl 17.31)

Immer mehr junge Frauen ohne Ausweg

Publicerat torsdag 4 oktober 2007 kl 12.16

Junge Frauen sollten es in Schweden, dem kinderfreundlichen Musterland der Gleichberechtigung recht gut haben – sollte man meinen. Ein Bericht der Sozialbehörde räumt auf mit dieser Idylle. Demnach ist die Selbstmordrate bei jungen Frauen dramatisch gestiegen.

Der vorläufige Bericht der Sozialbehörde fällt nicht gut aus. Die Selbstmordrate bei jungen Frauen im Alter von 15 bis 24 Jahren ist in den Jahren 2005 und 2006 so hoch gewesen wie seit Ende der siebziger Jahre nicht mehr. Jenny Schmidts-Stündeck hat bereits mehrere Selbstmordversuche hinter sich hat: „Als ich 14 war, versuchte ich, mir die Pulsadern aufzuschneiden: Mit 16 häuften sich die Selbstmordversuche, da bin ich in der Psychiatrie von einer Hand zur anderen gereicht worden.“

Meist wurde Jenny mit Medikamenten behandelt. Einfühlungsvermögen beim Personal fand sie dagegen weniger: „Die haben gesagt: ’Reiß Dich zusammen, hör auf mit den Kindereien, du willst doch nur Aufmerksamkeit’. Aus meiner Erfahrung heraus und die der Mädchen, die ich getroffen habe, hat mein selbstdestruktives Verhalten aber wenig mit der Sehnsucht nach Aufmerksamkeit zu tun. Es ist doch vielmehr ein Symptom, dass etwas nicht stimmt.“

Im Stich gelassen

Jenny fühlt sich von der Psychiatrie im Stich gelassen. Früher waren es eher die jungen Männer gewesen, die zum Selbstmord neigen. In den letzten Jahren häufen sich jedoch die Berichte, dass immer mehr junge Frauen keinen Ausweg aus ihren Problemen sehen.

Sozialforscher berichten darüber hinaus, dass die Zahl der Abtreibungen bei Frauen im Alter von 20 bis 24 Jahren stark gestiegen ist. Die Lebenseinstellung der jungen Leute werde immer riskanter mit erhöhtem Alkoholkonsum und ungeschütztem Sex. In Stockholm und Göteborg haben von 1000 jungen Frauen im Alter von 15 bis 19 Jahren 34 eine Abtreibung hinter sich.

Für die Professorin Danuta Wasserman kommen diese Statistiken nicht überraschend. Sie forscht in der Psychiatrie zu Selbstmorden und ist zu dem Schluss gekommen, dass die Erwachsenen die Probleme der Jugendlichen nicht ernst genug nehmen: „Es fehlt einfach das Bewusstsein, dass auch junge Menschen psychische Probleme haben. Eltern, Grosseltern und auch Lehrer nehmen sich der Probleme nicht an. In der Schule werden häufig die Schüler, die viel Ärger machen, beachtet, dagegen weniger diejenigen, die sich zurückziehen und deprimiert sind.“

Insgesamt ist die Selbstmordrate in Schweden jedoch rückläufig. Das gilt jedoch nicht für die jungen Leute, sondern für Menschen, die älter als 25 Jahre sind.

Dieter Weiand

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