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Linkspartei will Scheidungsrecht ändern

Publicerat torsdag 4 oktober 2007 kl 12.21

Mit einem neuen Vorschlag zum Eherecht will die oppositionelle Linkspartei auf sich aufmerksam machen. Nach Meinung ihrer Abgeordneten sollten Scheidungen künftig unverzüglich durchgeführt werden. Bislang müssen Scheidungswillige mit gemeinsamen Kindern eine Bedenkfrist von sechs Monaten abwarten, bis die Auflösung der Ehe rechtsgültig vollzogen werden kann. Mehrheitsfähig ist der Linkspartei-Vorstoβ wohl kaum.

Ein Relikt aus alten, patriarchalen Zeiten sei die halbjährige Bedenkzeit – nicht mehr und nicht weniger, meint die Linksparteiabgeordnete Liselotte Olsson: „Ich verstehe nicht, warum man sechs Monate in einer destruktiven Beziehung eingesperrt bleiben soll. Wenn es nichts mehr zu retten gibt, muss man so schnell wie möglich neue Wege gehen. Nehmen wir nur eine misshandelte Ehefrau. Für sie gibt es doch nichts Schlimmeres, als weitere sechs Monate an den schlagenden Partner gebunden zu sein.“

Der Vorschlag ist zwar nicht neu, doch in harten Oppositionszeiten und bei einem Wählerzuspruch von nicht einmal sechs Prozent muss die Linkspartei eigene Themenfelder besetzen. Beim Thema Scheidungsrecht kann sich die Partei sicher sein, unverwechselbare Positionen zu vertreten. Denn bislang haben noch alle anderen Reichstagsparteien der Abschaffung der Bedenkzeit bei Scheidungen eine klare Absage erteilt.

Im Sinne der Kinder

Das Hauptgegenargument: Es muss im Sinne der Kinder entschieden werden, meint etwa die Christdemokratin Inger Davidsson: „Da müssen doch praktische Fragen gelöst werden, wie zum Beispiel die Betreuung und Erziehung der Kinder. Das muss man in Ruhe klären. Erst dann kann man sich tatsächlich trennen.“

Doch die Linkspartei hält dagegen: Gerade Kindern mit gewalttätigen Eltern müsse so schnell wie möglich der Ausweg aus zerrütteten Familienverhältnissen ermöglicht werden. Zudem spreche die Zahl von insgesamt 20.000 Scheidungen in Schweden im vergangenen Jahr eine deutliche Sprache. Das Konzept der Ehe auf Lebenszeit bzw. der Scheidung mit Bedenkzeit habe sich schlichtweg überholt, argumentiert die Linkspartei.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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