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Medizin-Nobelpreis 2007 an Stammzellenforscher

Publicerat måndag 8 oktober 2007 kl 11.36
Medizinnobelpreis
(2:45 min)

Den diesjährigen Nobelpreis für Medizin erhalten Mario R. Capecchi, Martin J Evans och Oliver Smithies für ihre Erfolge in der Stammzellenforschung. Dies teilte heute das Karolinska-Institut in Stockholm mit. Der Preis ist mit 10 Millionen Kronen (rund 1,1, Millionen Euro) dotiert und wird am 10. Dezember in Stockholm von König Carl. XVI. Gustaf verliehen.

Der Nobelpreis für Medizin hat heute den Reigen der Bekanntgaben für diesen renommierten Preis eingeleitet. In diesem Jahr werden drei Wissenschaftler aus den USA und Großbritannien für ihre Erfolge in der Stammzellenforschung ausgezeichnet, so verkündete es Professor Hans Jörnvall vom Karolinischen Institut in Stockholm:

„Die Nobelversammlung am Karolinsichen Institut hat heute beschlossen, den Nobelpreis des Jahres 2007 in Physiologie oder Medizin Mario Capecchi, Martin Evans und Oliver Smithies für die Entdeckung von Prinzipien für Einführung spezifischer Genveränderungen bie Mäusen. Unter Verwendung embryonaler Stammzellen gemeinsam zu verleihen.“

Gene neu kombiniert 

Die US-Amerikaner Capecchi und Smithies sowie der Brite Evans teilen sich den Medizin-Nobelpreis für ihre Bahn brechenden Entdeckungen bei embryonalen Stammzellen und die Erbgut-Rekombination bei Säugetieren.

Die drei Forscher haben bei Mäusen einzelne Erbanlagen ausschalten können. Damit konnte dann nachgewiesen werden, welche Funktion das abgeschaltete Gen hat. Die behandelten Mäuse sind damit zu einem wichtigen Werkzeug für Genforscher geworden. Eine auszeichnungswürdige Leistung, so die Professorin am Karolinischen Institut, Erna Möller: „Die Wissenschaftler haben eine große Entdeckung gemacht. Darauf legen wir Wert. Sie haben Möglichkeiten entwickelt, genetische Veränderungen auf eine bestimmte Weise durchzuführen, sodass ein Gen mit einem anderen ausgetauscht werden kann. Daraus können dann gewisse Arbeitsmethoden mit Stammzellen abgeleitet werden.“

Die Arbeitsweise der gezielten Genmodifikation habe die gesamte biomedizinische Forschung wesentlich beeinflusst und habe zentrale Bedeutung für das Verständnis der Funktionsweise von Genen, so die offizielle Begründung.

Mario R. Capecchi ist 1937 in Italien geboren, hat jedoch seit Langem die amerikanische Staatsbürgerschaft. Er hat unter anderem an der Harvard Universität geforscht und ist jetzt Professor für Humangenetik und Biologie an der Universität von Salt Lake City.

Sir Martin Evans ist 1941 in Großbritannien geboren. Er studierte unter anderem Anatomie und Embryologie in London. Er ist Professor für Biowissenschaften und Säugetiergenetik an der Universität von Cardiff.

Oliver Smithies ist 1925 in Großbritannien geboren, mittlerweile jedoch amerikanischer Staatsbürger. Er erwarb seinen Doktortitel in Biochemie an der Universität von Oxford. Er ist Professor für Pathologie und Labormedizin an der Universität von North Carolina.

Die drei Forscher teilen sich die Preissumme von umgerechnet rund 1,1 Millionen Euro. Der Preis wird am 10. Dezember bei einer feierlichen Zeremonie im Stockholmer Konzerthaus von König Carl XVI. Gustaf überreicht.

Dieter Weiand

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