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Jugendgewalt eskaliert

Publicerat måndag 8 oktober 2007 kl 13.07

Der Tod eines 16-jährigen Jungen hat am Wochenende die Frage nach Maßnahmen gegen Jugendgewalt aktualisiert. Zwar sei es ungewöhnlich, dass Jugendschlägereien mit Todesfolge ausgingen, aber das Gewaltniveau sei allgemein hoch, meinen Experten.

Der junge Mann war am Freitagabend zur Geburtstagsfeier einer Mitschülerin in einem Festlokal einer Stockholmer Schule eingeladen. Dort entstand Streit, der bald in ein Handgemenge überging. Als der 16-Jährige davonrannte, folgten ihm fünf Gleichaltrige nach und schlugen, nach Zeugenaussagen von hinten, auf ihn ein. Noch als der Junge leblos im Rinnstein lag, soll auf ihn eingetreten worden sein.
Am Sonntagnachmittag erlag der Schüler seinen schweren Gehirnverletzungen.

Arzt warnt vor Gehirnverletzungen
Der behandelnde Oberarzt des Jungen, Bo Höjeberg, machte im Rundfunk darauf aufmerksam, dass schon relativ leichte Gewalt gegen den Kopf eines Menschen schwere Gehirnverletzungen verursachen kann.
Andreas Aveby hat die Jugendgewalt am eigenen Leib erfahren. Vor vier Jahren geriet der damals 20-jährige Göteborger auf dem Heimweg von einem Fest in der Straßenbahn in Streit. Er wurde geschubst, viel unglücklich, schlug mit dem Kopf auf den Bürgersteig auf und zog sich schwere Gehirnverletzungen zu. Heute ist er nur zu 25 Prozent arbeitsfähig und wird wohl niemals wieder ganz gesund werden. In seiner Freizeit hält Andreas Aveby in Schulen Vorträge über die Gefahren von Gewalt: „Die meisten Jugendlichen haben keine Ahnung davon, wie verletzlich das Gehirn ist. Darüber müssten die Schulen mehr Wissen vermitteln“, sagt er.
Nach einer Statistik des Rates für Verbrechensbekämpfung suchen jedes Jahr etwa 6000 Jugendliche nach Misshandlungen ein Krankenhaus auf. Kriminologe Jerzy Sarnecki sagt, der Anlass für die Schlägereien sei oft nichtig. Meist seien mehrere Jugendliche involviert und die Lage spitze sich rasch zu: „,Wir hassen diese Person, wir hassen ihn so sehr, jetzt zeigen wir es ihm einmal so richtig.‘ Dann gerät alles außer Kontrolle. Adrenalin, Gruppendruck und vielleicht auch noch Alkohol führen dazu, dass die Jugendlichen Dinge tun, die sie am nächsten Morgen schwer bereuen.“

Information fehlt
Oberarzt Bo Höjeberg findet, dass gegen die Gewalt zuwenig getan wird. Die Zahl der Jugendlichen, die mit Hirnschäden in sein Krankenhaus eingeliefert werden, nehme zu: „Wir alle sind gemeinsam in der Verantwortung. Natürlich müssen die Schulen darüber informieren, aber es ist auch eine Frage für die Politiker – sie müssen zusehen, dass Informationskampagnen ihre Adressaten wirklich erreichen, dass Maßnahmen gegen den Alkoholkonsum bei Jugendlichen ergriffen werden und nicht zuletzt gegen die Einnahme von anabolen Steroiden, die in diesem Zusammenhang eine große Rolle spielen.“
Während die gesellschaftliche Debatte noch auf vollen Touren läuft, war es in Göteborg jedoch schon gleich wieder soweit: Am Samstagabend wurde ein 17-jähriger Junge bei einem Fest mit einem Messerstich in den Rücken niedergestreckt und schwer verletzt. Die Täter sind noch nicht ermittelt.

Luise Steinberger

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