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Physik-Nobelpreis 2007

Entwicklung des Riesenmagnetowiderstands

Publicerat tisdag 9 oktober 2007 kl 11.58

Der diesjährige Nobelpreis für Physik geht an Professor Peter Grünberg vom Forschungszentrum in Jülich sowie an Albert Fert von der Universität in Paris. Dies gab die Schwedische Akademie der Wissenschaften heute in Stockholm bekannt. Die beiden Forscher werden ausgezeichnet für dei Entwicklung des Riesenmagnetowiderstands. Der Preis ist mit umgerechnet rund 1,1 Millionen Euro dotiert und wird am 10. Dezember bei einer feierlichen Zeremonie im Stockholm Konzerthaus von König Carl XVI. Gustaf übergeben.

Die beiden Forscher ebneten mit ihrer Entdeckung des Riesenmagnetowiderstandes den Weg für leistungsstarke Computerfestplatten.

Der ständige Generalsekretär der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften, Gunnar Öquist, leitet seine Bekanntgabe des diesjährigen Nobelpreises mit der Begründung ein: „Der diesjährige Physik-Nobelpreis belohnt die Bahn brechende Entdeckung, wie Magnetismus die elektrische Leitfähigkeit beeinflussen kann. Die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften hat beschlossen den Physik-Nobelpreis 2007 gemeinsam an Professor Albert Fert von der Universität Paris-Sud, Orsay und Professor Peter Grünberger vom Forschungszentrum Jülich in Deutschland zu vergeben. Sie erhalten den Preis für die Entdeckung des Riesenmagnetowiderstands.“

Der Franzose Fert und der Deutsche Grünberg haben den physikalischen Effekt des Riesenmagnetowiderstandes 1988 unabhängig voneinander entdeckt. Dabei erzeugen geringe magnetische Veränderungen sehr starke Wirkungen auf den elektrischen Widerstand.

Effektiver Lesekopf

Dank dieser Technik können Datenmengen ausgelesen werden, die auf Computer-Festplatten gespeichert sind. Der Lesekopf arbeitet dabei so effektiv, dass die Speicherplätze immer kleiner werden, wie Professor Lars Bergström von der Stockholmer Universität erklärt: „Die Leseköpfe für Festplatten von beispielsweise tragbaren Computern sind viel effektiver geworden. Dadurch kann viel mehr Information gespeichert werden. Wir sprechen von Festplatten mit einer Kapazität von hunderten Gigabyte. Das gilt nahezu ausnahmslos für alle Computer. Man geht davon aus, dass ungefähr eine Milliarde Einheiten produziert wurden, die auf der Riesenmagnetowiderstandstechnik aufbauen.“

Die Technik kommt auch bei MP3-Spieler mit großen Speichern zum Einsatz. Grünberg hatte – im Gegensatz zu seinem französischen Kollegen - seine Entdeckung sofort patentieren lassen. Jetzt teilen sich die beiden die Preissumme von umgerechnet rund 1,1 Millionen Euro.

Albert Fert wurde 1938 im französischen Carcassonne geboren. Er promovierte 1970 an der Université Paris-Sud, Orsay. Dort ist er seit 1976 Professor und seit 1995 Wissenschaftlicher Leiter der Thales-Forschung.

Peter Grünberg wurde 1939 in Pilsen geboren. Er promovierte 1968 an der Technischen Universität Darmstadt und ist seit 1972 Professor am Institut für Festkörperforschung am Forschungszentrum Jülich. Grünberg gilt als Prototyp des zerstreuten Professors, der seine ganze Aufmerksamkeit der Forschung widmet. Er hat 1998 den Zukunftspreis des Bundespräsidenten für seine Entwicklung erhalten.

Am 10. Dezember erhält er nun zusammen mit seinem französischen Kollegen den Nobelpreis aus der  Hand des schwedischen Königs Carl XVI. Gustaf.

Dieter Weiand

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