Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Rentner gründen eigene Unternehmen

Publicerat onsdag 10 oktober 2007 kl 12.53

Immer mehr ältere Schweden gründen ein eigenes Unternehmen. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Ein-Mann-Unternehmer über 65 Jahren um 30 Prozent gestiegen. Grund zum Jubeln besteht dennoch nicht. Dieser Trend ist nicht zuletzt ein Ausdruck zunehmender Altersarmut.

Der Rentner Rune Danielsson möchte noch lange nicht zum alten Eisen gezählt werden. Deswegen gründete er im Sommer ein Unternehmen, das Dienstleistungen wie Hausputz oder Gartenarbeit anbietet. Danielssons 75 Angestellte sind alle zwischen 65 und 81 Jahre alt: „Wenn man sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, kann man nicht einfach aufhören. Ein paar Wochen oder Monate höchstens. Aber dann muss man wieder ran. Viele Rentner sind zudem gezwungen zu arbeiten. Vor allem Frauen, die eine kleine Rente haben, weil sie die meiste Zeit bei den Kindern waren.“

Im Auftrag des Rentnerverbands hat Schwedens Statistisches Zentralbüro ermittelt, wie arbeitsfreudig Menschen über 65 sind. Ergebnis: Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Rentnerfirmen um 30 Prozent gestiegen. Mats Evergren vom Unternehmensgründungszentrum in Stockholm begrüβt diesen Trend: „Die Einstellung zum Unternehmertum insgesamt ist positiver geworden. Es ist toll zu sehen, dass nun viele Ältere ihre lebenslange Erfahrung und ihre Kontaktnetze unternehmerisch nutzen.“

Finanzieller Druck 

Angesichts der andauernden Hochkonjunktur werden sicher noch viele Ältere diesem Beispiel folgen, vermutet Evergren. Doch die wenigsten Rentner starten aus purer Unternehmerlust einen eigenen Betrieb. Es ist vielmehr ökonomischer Zwang, der Ältere zurück ins Wirtschaftsleben drängt. Denn viele schwedische Rentner leben an der Armutsgrenze – trotz Hochkonjunktur. Jetzt, da die geburtenstarken Jahrgänge der 1940er Jahre allmählich in Rente gehen, werden die Sozialkassen stärker belastet als bisher. Die Politik erwägt die stärkere Besteuerung von Pensionen, um dem finanziellen Kollaps vorzubeugen.

Wohl dem also, der noch rüstig genug ist, sein monatliches Einkommen durch zusätzliche Arbeit aufzubessern – wie Rune Danielsson: „Für mich sind 12- oder 14-Stunden-Tage reine Entspannung. Ich bin das eben gewohnt.“

Alexander Schmidt-Hirschfelder

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".