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6. Schokoladen-Festival: Schokolade ist mehr als eine Süβigkeit

Publicerat torsdag 11 oktober 2007 kl 13.56

Sieben Kilogramm Schokolade isst der Schwede durchschnittlich im Jahr - neben weiteren 10 Kilo gewöhnlichen Süβigkeiten. Viel Ungesundes ist dabei und deshalb wollen ehrgeizige Konditoren der vernaschten Bevölkerung mehr über Qualitätsschokolade beibringen. Vom 12. bis zum 14. Oktober findet zu diesem Zweck im Nordischen Museum in Stockholm schon zum sechsten Mal das Schokoladenfestival statt.

Die gemeine Gier nach Schokolade hat in den vergangenen Jahren durch die unterschiedlichsten Untersuchungen einiges von ihrer Anrüchigkeit eingebüβt. Denn Schokolade ist sogar gesund - so lange man nur zur tiefschwarzen mit einem hohen Kakaogehalt greift. Wissenschaftlich verlässlich ist kaum eine dieser Schokoladenstudien, doch den Konsumenten dürfte das kaum stören, ist doch seine Sucht in gewisser Hinsicht gerechtfertigt.

Dass Schokolade jedenfalls kaum gesundheitsschädigend ist, findet auch Konditor Magnus Johansson, der nun schon zum sechsten Mal das Schokoladenfestival im Nordischen Museum in Stockholm organisiert. Doch für die Gleichung „zartbitter gleich gesund“ hat Magnus Johansson nichts übrig.

„Also, das mit dem hohen Kakaogehalt ist totaler Bullshit. Denn wenn man schlechte Bohnen nimmt, sie falsch gärt und dann zu lange röstet, ist es ganz gleich, ob der Kakaogehalt bei fünf, zehn oder 99 Prozent liegt. Das Wichtigste ist eine gute Ernte, die man ordentlich trocknet und gären lässt und dann richtig röstet. Und dann kommt es auf die Mischung mit Zucker und Vanille an. Letztlich ist es aber Geschmackssache: Wenn man keine Zartbitterschokolade mag, sollte man lieber Milchschokolade von guter Qualität essen, statt dunkle, eklige Schokolade, die zwar in ist, aber nicht schmeckt.“

Unschlagbare Schokolade

Von weißen Mäuse, Lakritzen und Weingummis hält der Chocolatier, wen wundert’s, nichts. Nicht umsonst war Johansson jahrelang Chefkonditor des renommierten Restaurants „Operakällaren“ und zuständig für das Dessert beim Nobelfest. Und dass Schokolade um Längen besser als alles andere Süße ist, davon sollen sich auch die Besucher des Schokoladenfestivals überzeugen lassen. 50.000 Schokoladeninteressierte sind, seit es das Festival gibt, ins Nordische Museum gekommen und haben sich, so hofft Magnus Johansson, kulinarisch inspirieren lassen.

Mehr als 40 Schokoladenhersteller werben dort dieses Jahr für ihre Produkte, darunter auch internationale Größen. Es gibt eine Schokoladen-Miniplantage zu besichtigen und auch für Events ist gesorgt: Den halben Freitag kämpfen sechs Finalisten um den ruhmreichen Titel „Konditor des Jahres“, Kinder backen Schokokuchen um die Wette und abends dann gibt es in der Schokoladen-Bar feinste Pralinés mit Tequila - ein völlig neuer Trend, nachdem ja inzwischen auch Rotwein mit Schokolade „erlaubt“ ist. So schick kann und muss es aber nicht immer sein, meint Konditor-Confiseur Johansson.

„Wenn man einfach mal seinen Zuckerbedarf decken muss, dann ist Fabrikschokolade vollkommen in Ordnung, auch wenn man überhaupt nicht weiß, was da drin ist, irgendwelche Bohnen, Zucker und Vanille eben. Aber die richtige „fine chocolate“, wo man genau sieht, von welcher Plantage die Bohnen kommen und wie die behandelt werden, darf ruhig was kosten. Man isst davon weniger, aber genießt auch mehr.“

Schokolade ist der Buhmann - zu unrecht

Magnus Johansson ist selbst nicht der Schlankeste und das ist sicher auch seinem Beruf als Edel-Konditor geschuldet, doch dass besonders Schokolade immer für das Übergewicht der Menschheit herhalten muss, nervt ihn. Sicher ist fast jeder zweite Mann in Schweden übergewichtig und nahezu jede dritte Frau, aber:

„Die Debatte über Zucker und Fettleibigkeit geht in die falsche Richtung“, meint der Chocolatier. „Wir nehmen so viele versteckte Zucker über Haferflocken, Cornflakes, Limonaden und Joghurts auf und natürlich über unser gesamtes Essen. Darum sollte man sich eher sorgen als ständig süße Sachen zu attackieren, die man guten Gewissens essen kann, weil sie den richtigen Zucker und gute Zutaten enthalten.“

Das Schokoladendessert kommt oft zu kurz

Beim Schokoladenfestival sollte übrigens auch zugreifen, wer Gäste zu einem Drei-Gänge-Menü geladen hat. Die meisten Köche nämlich verschätzen sich, meint Magnus Johansson, und verwenden ihre ganze Energie auf Vor- und Hauptspeise. Beim Dessert sind sie dann so abgespult, dass der letzte Gang oftmals kein würdiger Abschluss eines schönen Essens wird. Also entweder schon einen Tag früher anfangen oder das Dessert fertig kaufen – vorzugsweise eins mit Schokolade.

Liv Heidbüchel 

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