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Verdiente Preisträgerin

Literaturnobelpreis 2007 an Doris Lessing

Publicerat torsdag 11 oktober 2007 kl 14.44
Svante Weyler über die Preisträgerin 2007
(3:13 min)
Eine Preisträgerin, die man kennt: Doris Lessing

Der diesjährige Literaturnobelpreis geht an die englische Autorin Doris Lessing. Das gab der Ständige Sekretär der Schwedischen Akademie, Horace Engdahl, pünktlich um 13 Uhr bekannt.

„Der Nobelpreis geht an Doris Lessing, die Epikerin weiblicher Erfahrung, die sich mit Skepsis, Leidenschaft und visionärer Kraft eine zersplitterte Zivilisation zur Prüfung vorgenommen hat“, heißt es in der Begründung.

Zwischen all die Ausrufe des Erstaunens und die gemurmelten Kommentare der anwesenden internationalen Journalistenschar mischte sich diesmal kein „Endlich!“ oder es ging im allgemeinen wohlwollenden Applaus unter. Der Ständige Sekretär der Schwedischen Akademie, Horace Engdahl, sah selbst ein wenig überrascht aus, dass die diesjährige Wahl der 18 Mitglieder so positiv aufgenommen wurde. Und was genau mit der Bezeichnung „Epikerin weiblicher Erfahrung“ gemeint ist, erklärt Engdahl so:

„Sie ist eine der Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts, die es literarisch gewagt haben, die weibliche Erfahrungswelt als genauso wichtig wie die männliche zu betrachten. Dafür hat sie eine Form gefunden, die sowohl Männer als auch Frauen anspricht, aber natürlich hat sie auch eine Rolle für den erstarkenden Feminismus gespielt.“

Den angesehendsten Literaturpreis der Welt bekommt jährlich der Schriftsteller oder die Schriftstellerin, die literarisch das „Ausgezeichnetste in idealistischer Richtung hervorgebracht hat” – so hat es Stifter Alfred Nobel gefordert. Wie eigentlich alle Jahre zuvor gingen die heißen Kandidaten des Vorfelds leer aus. Mit der 87jährigen Doris Lessing geht der Literaturnobelpreis zum elften Mal an eine Frau. 93 Mal wurde seit 1901 ein männlicher Autor ausgezeichnet.

„Verdiente Preisträgerin”

Doris Lessing wurde im heutigen Iran geboren, wuchs aber in Südrhodesien auf. Nach dem Krieg heiratete sie den Deutschen Gottfried Lessing. 1949 ließ sich das Paar scheiden und Doris Lessing verließ sie Afrika, um sich in London niederzulassen. Dort erfolgte auch ihr Durchbruch als Autorin. Ihre bekanntesten Bücher sind „Das goldene Notizbuch“ sowie die Autobiographien „Unter der Haut“ und „Schritte im Schatten“. 30 Jahre lang galt Lessing als Kandidatin für den Literaturnobelpreis. Dass sie ihn nun, kurz vor ihrem 88. Geburtstag wider Erwarten erhält, freut auch ihre schwedische Übersetzerin Annika Preis.

„Doris Lessing hat den Preis absolut verdient. Die Übersetzung ihrer Bücher finde ich sehr befriedigend, weil sie so eine gezimmerte Sprache hat. Sehr exakt, sehr präzise, sehr deutlich. Und sie ist überaus genau mit der exakten Bedeutung. Es macht Spaß damit zu arbeiten. Aber man muss selbst auch sehr genau sein.“

Doris Lessing selbst war zur Stunde der Bekanntgabe shoppen, ließ ihr überglücklicher Agent mitteilen. Der Preis ist mit 1,1 Millionen Euro dotiert und wird am 10. Dezember in Stockholm verliehen. Schon jetzt reibt sich der schwedische Buchhandel die Finger. Das betrifft besonders den Bonniers-Verlag, bei dem Doris Lessing erscheint.

Liv Heidbüchel

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