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Friedensnobelpreis für Al Gore und den UN-Klimarat IPCC

Publicerat fredag 12 oktober 2007 kl 11.09
Photo: Paramount Classics, Eric Lee/Scanpix
Al Gore in seinem Film "Eine unbequeme Wahrheit".

Den Friedensnobelpreis 2007 teilen sich der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore und der UN-Klimarat IPCC für „ihre Anstrengungen, mehr Wissen über den Klimawandel zu sammeln und zu verbreiten“. Das teilte das norwegische Nobelkomitee heute in Oslo mit.

In der Begründung für die Wahl der diesjährigen Preisträger hob der Vorsitzende des norwegischen Nobelkomitees, Ole D. Mjøs, hervor, dass es höchste Zeit sei, dem von Menschen verursachten Klimawandel Beachtung zu schenken. „Der UN-Klimarat und Al Gore erhalten den Preis für ihre Anstrengungen, mehr Wissen über den vom Menschen verursachten Klimawandel zu sammeln, und einen Grund für Maßnahmen zu legen, die für dessen Bekämpfung nötig sind.“

Klimawandel verursacht Konflikte
Mjøs stellte den Zusammenhang zwischen Klimaveränderungen und dem Risiko für die Entstehung sozialer Spannungen her. Der Zugang zu Ressourcen verändere sich, dadurch könne es zu Völkerwanderungen und Belastungen nicht zuletzt in instabilen Regionen der Welt kommen. „Das Risiko für Konflikte und Krieg innerhalb und zwischen Staaten steigt damit“, so Mjøs.
Al Gore, Vize-Präsident in der Regierung Clinton, trug mit seinem Dokumentarfilm „Eine unbequeme Wahrheit“ dazu bei, die Problematik des Klimawandels einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen. In dem Film wird unter anderem ausführlich über das Schmelzen des ewigen Eises an den Polen der Erde berichtet. Der 59-Jährige nahm sein umfassendes Umweltengagement auf, nachdem er bei den Präsidentschaftswahlen 2000 gescheitert war.  Gore teilt sich den Preis mit dem Klimarat der Vereinten Nationen (IPPC)

Weiterer Friedensbegriff
Dieses 1998 gegründete Gremium hat den Auftrag, wissenschaftliche Daten zum Klimawandel einzusammeln und diese dann auszuwerten sowie allgemein verständlich aufzubereiten. Der Rat hat seinen Sitz in Genf in der Schweiz. Bis dato hat der IPCC drei Klimaberichte verfasst, jeweils zusammengestellt aus internationaler Forschung. Den Vorsitz des Rates hat der Inder Rajendra Pauchari inne.
Die Vergabe des Friedenspreises an Umweltschützer deckt sich mit der vom Nobelkommitee bei der Preisvergabe im vorigen Jahr verkündeten Absicht, den Begriff „Frieden“ künftig weiter fassen zu wollen als bisher. 2006 war der Preis an den Bankier Mohammed Yunus aus Bangladesh gegangen, der mit Mikrokrediten an arme Menschen sozialen Konflikten vorbaut.

10. Dezember Oslo
Al Gore und die Vertreter des UN-Klimarates erhalten den mit umgerechnet 1,1 Million Euro dotierten Preis am Todestag des Stifters Alfred Nobel, dem 10. Dezember. Während die fünf anderen Nobelpreise in Stockholm übergeben werden, wird der Friedenspreis traditionell im Rathaus der norwegischen Hauptstadt Oslo überreicht. Mit dieser Geste wollte der Stifter die friedlichen Bande zwischen Schweden und Norwegen stärken.

Luise Steinberger

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