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Experten forern mehr Geld für Arzneien

Publicerat onsdag 17 oktober 2007 kl 14.06

Gesundheit kann schnell teuer werden. Diese Erfahrung machen zurzeit die für die Gesundheitskosten zuständigen Provinzialverwaltungen in Schweden. Ein wesentlicher Faktor dabei sind immer kostspieligere Medikamente. Jetzt haben führende Gesundheitspolitiker den warnenden Finger gehoben und die Regierung zum Handeln ermahnt.

Die Regierung muss endlich die steigenden Medikamentenpreise ernst nehmen und mehr finanzielle Mittel zuweisen. Das fordern jetzt die Liberale Brigitta Rydberg und der Konservative Henrik Hammar, beides Abgeordnete im Gesundheitsausschuss der schwedischen Kommunen und Provinzialverwaltungen in einem Artikel der Tageszeitung „Dagens Nyheter“.

Birgitta Rydberg erklärt, worum es geht: „Wir haben beschrieben, welche Kostensteigerungen wir sehen, welche neue Medikamente kommen und wie sich die Situation in den kommenden Jahren mit den neuen, effektiven Arzneien entwickeln wird. Bisher haben wir leider kein Gehör für unsere Argumentation gefunden, dass es mehr staatlicher Mittel bedarf.“

Eine Million für eine Behandlung

Ausgelöst wurde die Diskussion unlängst durch einen Patienten, der eine Spezialmedizin brauchte, die im Jahr ungefähr eine Million Euro kostet. Zunächst hatte das zuständige Krankenhaus die Behandlung unter Hinweis auf die Kosten verweigert. Die Stockholmer Verwaltung hat aber dem Druck der Öffentlichkeit nachgegeben und die Kosten übernommen. Dies sei aber nur ein Beispiel von vielen neuen und sehr teuren Medikamenten, so Rydberg und Hammar. Die Entwicklung werde die Finanzen der Krankenhäuser und Verwaltungen überfordern.

Birgitta Rydberg wirft der Regierung vor, anstatt mehr Mittel zuzuschießen, die Zuwendungen sogar gekürzt zu haben: „Wir brauchen eine Erhöhung der staatlichen Mittel, nicht eine Senkung. Gerade die kleinen Provinzialverwaltungen werden durch die Kosten der neuen Arzneien völlig überlastet. Ein einziger teuerer Fall kann das gesamte Budget aufbrauchen.“

Rydberg schlägt deshalb eine Reform des Versicherungssystems vor, das vor allem die kleineren Verwaltungseinheiten absichern soll. Denn bereits heute gibt es reiche Verwaltungsbezirke, die sich gewisse Behandlungen leisten können und eben solche, die dies nicht können, unterstreicht Rydberg:„Es besteht das Risiko, dass eine Provinzialverwaltung den Patienten nicht die nötigen Arzneien zur Verfügung stellen kann, wenn der Staat nicht die Mittel erhöht. Wir brauchen nationale Richtlinien für Behandlungen und den Einsatz von Medikamenten, damit alle die gleiche Behandlung bekommen, unabhängig vom Wohnort.“

Erst kürzlich hatte eine Studie gezeigt, dass die ärztliche Versorgung zwischen den einzelnen Provinzen bereits stark variiert. Die Kosten für Arzneimittel könnten diese Unterschiede noch verstärken.

Dieter Weiand

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