Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Thailand kauft zwölf schwedische Kampfjets

Publicerat onsdag 17 oktober 2007 kl 14.49

Eine gute Nachricht für Schwedens Rüstungsindustrie, doch ein Rückschlag im weltweiten Kampf um Menschenrechte. Die thailändische Luftwaffe will zwölf schwedische Kampfjets vom Typ „Jas Gripen“ kaufen. Marktwert: insgesamt 770 Millionen Euro. Dass in Thailand derzeit eine Militärdiktatur herrscht, scheint kein Hinderungsgrund für den lukrativen Deal zu sein.

Der Sprecher des schwedischen Rüstungskonzerns „Gripen International“, Owe Wagermark, sieht in der thailändischen Kaufabsicht naturgemäβ nur Vorteile: „Das ist sehr wichtig für uns, nicht nur geschäftsmäβig. Mit Thailand haben wir nun den sechsten internationalen Kunden. Wir behalten damit unsere Stellung als Weltmarktführer. Nun sind wir mit dem ‚Gripen’ auch in Südostasien vertreten.“

Offiziell müssen die Kaufverhandlungen erst noch geführt werden. Über die Formalitäten entscheidet auf schwedischer Seite die Regierung. Doch der Rüstungskonzern „Gripen International“ lässt keinen Zweifel daran, dass der Deal spätestens im nächsten Frühjahr zustande kommen wird. Menschenrechtsgruppen wenden dagegen ein, Waffengeschäfte wie der jetzige mit Thailand seien unter den derzeitigen Bedingungen nicht nur moralisch, sondern auch juristisch nicht möglich.

”Unvereinbar mit den Richtlinien”

So bemängelt Ola Mattson, Generaldirektor der Friedensorganisation „Svenska Freds“: „Wir halten es für ausgeschlossen, dass dieses Geschäft durchgeführt wird. Die schwedische Regierung muss Thailands Führung sagen, dass man nicht exportieren wird. Thailand ist eine Militärdiktatur, zudem herrscht dort ein innerer Konflikt. Es ist unvereinbar mit unseren Richtlinien zum Waffenexport, dieses Geschäft abzuschlieβen.“

Derlei Bedenken teilen die schwedischen Verantwortlichen jedoch nicht. Auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz erklärte Schwedens Auβenminister Carl Bildt, die Einwände gegen den Kampfjetexport seien unbegründet: „Das ist ein weiterer Beleg dafür, dass Schweden Technologie der Spitzenklasse herstellt. Das Geschäft wird im Rahmen unserer Richtlinien durchgeführt. Wir beliefern keine Staaten, in denen grobe Verletzungen der Menschenrechte zu beklagen sind. Wir begrüβen die gestrige Entscheidung in Bangkok, am 23. Dezember demokratische Wahlen durchzuführen. Dies wird, nehmen wir an, zur neuerlichen Demokratisierung Thailands beitragen.“

Letztes Wort hat Brüssel 

Bildts frommen Wünschen zum Trotz könnte der Millionendeal aber noch in Gefahr geraten. Da sich Schweden EU-weiten Richtlinien beim Waffenexport unterwerfen muss, könnte Brüssel den geplanten Export nach Thailand genauer unter die Lupe nehmen.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".