Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Regulierungswut belastet Unternehmen

Publicerat torsdag 18 oktober 2007 kl 11.27

Vor einem Jahr war die bürgerliche Regierung mit den Versprechen angetreten, das Unternehmertum zu stärken. Bürokratische Hürden sollten abgebaut werden, damit der Handel und damit auch der Arbeitsmarkt florieren können. Doch nun stellen Wirtschaftsvertreter der Regierung ein ernüchterndes Zeugnis aus. Die Bürokratie hat demzufolge in den vergangenen zwölf Monaten nicht ab-, sonder sogar noch zugenommen. Vor allem kleine und mittlere Betriebe leiden unter der staatlichen Regulierungswut.

150 Richtlinien für Unternehmen hat der Regulierungsbeauftragte der schwedischen Wirtschaft unter die Lupe genommen. Die meisten davon wurden unter der bürgerlichen Regierung verabschiedet, erklärt der Regulierungsbeauftragte Jens Hedström: „Das auffälligste Ergebnis der Studie ist, dass immer neue Regelungen den Alltag der Unternehmer erschweren. Dabei hatte die Regierung doch Erleichterungen versprochen. Selbst einfache Verkäufer müssen sich nun zum Beispiel mit der Buchhaltung befassen. Am stärksten betroffen sind Kleinunternehmen. Sie haben einfach nicht genug Personal, das die Regelungen umsetzen könnte.“

Hauptproblem hierbei: die steigenden administrativen Kosten. Vor einem Jahr gaben 53 Prozent aller befragten Unternehmer an, dass ihre Verwaltungskosten ansteigen. Mittlerweile ist ihr Anteil auf 63 Prozent hochgeschnellt. Schätzungen zufolge verursacht Schwedens Bürokratie den Unternehmen Kosten in Höhe von umgerechnet 6,5 Milliarden Euro.

Zeitaufwändige Regelungen 

Anita Roll leitet eine IT-Firma in Stockholm. Die Zeit, in der sie und ihre 24 Mitarbeiter sich Verwaltungsaufgaben widmen müssen, entspricht einem Fünftel ihres Jahresumsatzes. Dabei sei nicht die Anzahl der Richtlinien entscheidend, so Roll, sondern die Art und Weise, wie die Regeln vom Gesetzgeber formuliert sind: „Man muss schon viel Zeit und Kraft investieren, um sich mit allen Regelungen auseinanderzusetzen. Wir aber wollen in erster Linie unseren Geschäften nachgehen. Regeln sollten deutlich, einfach und konkret formuliert sein.“

Einstweilen aber trägt die Regierung nicht allzu viel dazu bei, das Unternehmertum in Schweden attraktiver zu machen. Und solange die Unternehmen nicht wachsen, wird auch keine deutliche Entspannung auf dem Arbeitsmarkt zu verzeichnen sein.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min Lista".