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Birka

Wikinger trugen bunte Gewänder

Publicerat torsdag 18 oktober 2007 kl 11.55

Rauhe Burschen in grau-braunen Kleidern und Helme mit langen Hörnern auf den Seiten. So stellen sich viele den klassischen Wikinger vor. Ein Bild, das vor allem von Comics und Filmen geprägt wurde.

Das allgemein gängige Bild vom Wikinger musste jedoch in den letzten Jahren stark revidiert werden. So sind die Hörner an den Helmen nirgends belegt. Jetzt hat sich eine Forscherin in Uppsala mit der Kleidung der Wikinger beschäftigt und ist dabei auf interessante Details gestoßen.

Untersuchungen von Gräbern bei Birka, der Wikingerinsel vor Stockholm, bringen neue Erkenntnisse, so Annika Larsson. Die Forscherin von der Universität in Uppsala beschreibt den Kleidungsstil in Birka im 9. Jahrhundert: „Sehr viel Glitzerndes, rot, Seide, dünne Bänder, die im Wind flattern.“

Die Wikinger auf Birka glichen wohl mehr den Hippies der siebziger Jahre, mit farbigen Gewändern in kitschigen Zusammenstellungen. Der Vergleich zu einem bunt behängten Weihnachtsbaum drängt sich auf. Das passt so gar nicht in das gängige Wikingerbild vom ungepflegten Wilden.

Annika Larsson hat als eine von wenigen Forschern kleine Textilfragmente untersucht, die in den Gräbern bei Birka gefunden wurden. Birka wird gerne als die erste Hauptstadt Schwedens bezeichnet. In der Tat war die Wikingersiedlung auf der Insel Björkö im Mälarsee, etwa 20 Kilometer von Stockholm, ein Handels- und Kulturzentrum.

Modewechsel

Aber die Textilfragmente dokumentieren auch einen Modewechsel um die Jahrtausendwende, als sich die Zeit Birkas dem Ende zuneigte und Sigtuna zum neuen Zentrum aufstieg. Der Stil wird zurückhaltender. Der Einfluss kommt mehr von Westeuropa, als bisher von Russland und dem Orient.

Annika Larsson sieht hier einen Zusammenhang mit der Christianisierung der Wikinger. Hier könne die Textilforschung weitere Erkenntnisse liefern, meint Larsson: „Was ist im 11. Jahrhundert tatsächlich passiert, und wie sah der Christianisierungsprozess aus? Auf diese Fragen können die Textilien eine Antwort geben.“

Annika Larsson wird weiterforschen, um Antworten auf diese Fragen zu geben und um das Bild der Wikinger weiter ins rechte Licht zu rücken. 

Dieter Weiand

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