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Behörden warnen vor Genmais

Publicerat torsdag 18 oktober 2007 kl 14.56

Genmais – Fluch oder Segen. Schweden hat noch nicht Stellung bezogen. Doch jetzt melden sich drei Behörden mit einer kritischen Studie zu Wort. Genetisch modifiziertes Saatgut stelle ein Risiko für die biologische Vielfalt dar, so ein Bericht an die Regierung. Und auch die Bauern wollen sich noch nicht festlegen.

Die EU hat bereits den Anbau von drei genetisch veränderten Maissorten zugelassen.  Und auch der Import von genverändertem Soja und Mais wurde erlaubt. Jetzt haben sich in Schweden jedoch die Landwirtschaftsbehörde, die Chemikalienbehörde und das Umweltschutzamt zu Wort gemeldet. Sie werden in Kürze der Regierung einen Bericht vorlegen, in dem vor genverändertem Saatgut gewarnt wird.

Dadurch könne die schwedische Umweltpolitik nachhaltig negativ beeinflusst werden. Das Saatgut könne sich unkontrolliert verbreiten. Entsprechende Langzeitstudien über eventuelle Auswirkungen gäbe es jedoch nicht, so die Behörden.  Die Befürworter von Genmais halten dagegen, dass durch den Einsatz von genetischem Saatgut der Einsatz von Chemikalien verringert werden könnte. Der Verband der Landwirte ist deshalb dem Genmais gegenüber prinzipiell aufgeschlossen, wie Jan Eksvärd vom Verband erklärt: „Falls genverändertes Saatgut tatsächlich Vorteile für Umwelt und Gesundheit bringt und wenn es vom Verbraucher gewünscht wird, kann ein Anbau für uns Landwirte interessant sein.“

Studie belegt Nachteile

Eine Studie in Großbritannien hat jedoch unlängst gezeigt, dass auch um Felder mit unkrautresistentem, genverändertem Saatgut, weniger Grassorten wachsen und das wiederum negative Auswirkungen auf die Vogelpopulation hat. Jan Eksvärd vom Verband der Landwirte wünscht sich deshalb mehr Gewissheit: „Wir brauchen eine Untersuchung über einen Anbauzyklus hinweg, um uns ein Bild machen zu können. Im Augenblick gibt es kein Gen-Saatgut, das für uns in Schweden interessant wäre. Es besteht ja im Gegenteil das Risiko, dass wir noch abhängiger von Chemikalien werden. Deshalb sind wir auch kritisch.“

Chemieresistentes Gen-Saatgut kann zu einer verstärkten Anwendung von Chemikalien führen, um andere, unerwünschte Pflanzen und Schädlinge loszuwerden.

Doch Eksvärd sieht auch eventuelle Vorteile und will deshalb nicht kategorisch ablehnen: „Wir stehen der Anwendung von Gen-Saatgut offen gegenüber. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass es eindeutig belegte Umweltvorteile gibt.“

Diese Voraussetzung wurde jetzt erst einmal durch den Bericht der Behörden widerlegt.

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