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Hooligans außer Kontrolle

Publicerat måndag 22 oktober 2007 kl 13.29
Nach der Schlägerei

Der Abschluss der Fußballsaison ist so brutal wie lange nicht mehr. Zwar ist auch die Spannung brutal, denn noch können vier Mannschaften Meister werden, doch die Brutalität der Anhänger lässt zurzeit dem Sport vergessen. Am Wochenende musste wieder über 100 so genannte Fans in Polizeigewahrsam genommen werden. Die Polizei scheint ratlos.

Am vergangenen Wochenende hatte die schwedische Polizei gleich an mehreren verschiedenen Orten viel zu Tun. Hooligans lieferten sich wilde Straßenschlachten. Peter Sjöström ist Fußballbeauftragter der Stockholmer Polizei: „Das ist schon einzigartig, mit so vielen Zwischenfällen am Wochenende. Die Saison geht zu Ende. Da will man sich auf der Szene noch mal präsentieren, bevor man in den Winterschlaf geht.“

Allein im südschwedischen Åstorp waren über 100 Hooligans aus Stockholm, Helsingborg und aus dem dänischen Kopenhagen aneinander geraten. 90 Personen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen. Gegen sieben der 19 bis 23jährigen Männer wurde Haftbefehl erlassen.

Und auch in der schwedischen Hauptstadt gab es Randale, und das obwohl gar kein Spiel angesetzt war. Doch bereits zwei Tage vor der Begegnung zwischen IFK Göteborg und AIK Stockholm haben sich Anhänger eine regelrechte Schlacht geliefert. Neun Personen wurden in Gewahrsam genommen. Dass die Hooligans ihre Auseinandersetzungen gar nicht mehr an den Spieltagen führen, hat Polizist Sjöström bereits wahrgenommen: „Das passiert immer häufiger, dass man eine Schlägerei bereits vor dem Spiel miteinander ausmacht. Man will sich ohne Einmischung der Polizei prügeln. Während der Spieltage sind ja immer viele Polizisten im Einsatz. Das wissen die. Und die sich prügeln, werden immer jünger.“

Ministerin fordert Kraftanstrengung aller

Die jungen Leute würden regelrecht rekrutiert von Schlägertrupps, denen am Fußball eigentlich recht wenig gelegen ist, so Sjöström. Die Polizei kann jedoch nicht rund um die Uhr ein Auge auf die Schläger haben und scheint die Lage nicht mehr im Griff zu haben. Die zuständige Ministerin Lena Adelsohn Liljeroth denkt über Gesetzesänderungen nach, will aber gleichzeitig alle in die Pflicht nehmen: „Ich möchte strengere Gesetze und auch mehr Polizisten auf der Straße. Aber wir brauchen auch eine gemeinsame Anstrengung gegen diese Gewalt. Da gehören die Vereine dazu, die Polizei, die Rettung aber auch die Eltern, Sozialbehörden und Schulen. Alle müssen mehr tun.“

Gewalttätige Hooligans sind für die schwedische Gesellschaft fast schon zur Gewohnheit geworden. In der vorigen Saison musste ein Spiel der Stockholmer Mannschaft Hammarby wegen Zuschauerrandale abgebrochen werden. Zurzeit müssen sich rund 30 Hooligans vor dem Amtsgericht im Stockholmer Vorort Solna verantworten. Sie werden für die gewaltsamen Vorfälle im Oktober 2004 verantwortlich gemacht. Das Spiel zwischen AIK und Hammarby war von mehreren Schlägereien begleitet. Als dann während des Spiels Hammarby in der 64. Minute ein Tor machte, versuchten die Hooligans den Zaun einzureißen und das Spielfeld zu stürmen. Es kam zwischen der Polizei und den Hooligans zu einer regelrechten Stadionschlacht. Der Prozess wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Unterdessen hat AIK Stockholm die Eltern aufgerufen, ihre Kinder ins Stadion zu begleiten. Oft seien es 15 bis 16Jährige die rund ums Stadion für Unruhe sorgten, so ein Sprecher des Vereins. Wenn die Eltern dabei seien, wäre das Problem geringer.

Dieter Weiand

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