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Leinwand-Monopol

Publicerat tisdag 23 oktober 2007 kl 13.44

Schwedische Kinos sind voll in amerikanischer Hand. Gezeigt werden fast ausschließlich Filme aus dem großen Land im Westen, Ausnahme: einige schwedische Produktionen. Europäischer Film ist extrem selten im Angebot. Ein Grund für die Konzentration auf die Gewinn bringenden US-Produktionen kann eine monopolähnliche Situation bei den Kinoketten sein.

Wer in Schweden telefonisch Kinokarten bestellt, der tut dies bei SF-bio, auch wenn der Film im Salon der konkurrierenden Kette Svenska bio gezeigt wird. Der größte schwedische Kinokonzern SF-bio sieht diese Monopolsituation als einen Service, sagt Geschäftsführer Jan Bernhardsson. „Schweden ist ein kleiner Markt, da kann ich keinen Vorteil darin sehen, dreifache Computersysteme zu unterhalten.“

75 Prozent Marktanteil
Seit im vergangenen Sommer die Kinokette Astoria Konkurs machte, die vor allem in den Großstädten Filme zeigte, ist in Göteborg, Stockholm und Malmö SF-bio mehr oder weniger allein auf weiter Flur. Das Konkurrenzunternehmen Svenska bio -  an dem SF-bio im Übrigen 50 Prozent der Anteile besitzt – konzentriert sich auf die ländlichen Gebiete.  Zusammen decken die beiden Kinoketten 75 Prozent des schwedischen Marktes ab. Den Rest teilen sich kleine, teilweise ehrenamtlich betriebene Kinoanbieter wie Folkets hus und Folkets bio.
Peter Fornstam, Geschäftsführer von Svenska bio, sieht die Konzentration ebenfalls in positivem Licht. „Anstatt zwei halbherzige Akteure zu haben, gibt es einen großen, der investieren kann und wirklich etwas Sinnvolles tut. Ich erlebe die Situation heute als gut.“

Berater bei der Konkurrenz
Einer Untersuchung des Schwedischen Rundfunks zufolge dominieren amerikanische Populärfilme das Angebot. 20 Filme spielen in einem Zeitraum von drei Wochen 50 Prozent der Einnahmen ein. Die Verantwortung für die Konzentration beim Angebot liegt jedoch, so meint Jan Bernhardsson, nicht bei den Kinoketten, sondern dem Vertrieb. „Wir sind ja sozusagen nur der Laden, der das Angebot feilbietet, das die Filmverleiher auf den Markt bringen.“
Allerdings: beim Importvertrag für den derzeit laufenden großen amerikanischen Film hat ein Experte namens Peter Fornstam mitgewirkt. Im Auftrag von SF-bio. Und das ist kein Einzellfall gewesen. Neben seiner Geschäftsführertätigkeit bei Svenska bio ist Fornstam regelmäßig für die Konkurrenz als Berater tätig. „Ja das stimmt, ich habe seit über 20 Jahren Aufträge dort“.

Reichstag weiß bescheid
Dass der schwedische Kinomarkt an mangelnder Konkurrenz krankt, ist auch dem Reichstag zu Ohren gekommen. In einer Eingabe hat der ehemalige Justizminister Thomas Bodström die Regierung Anfang Oktober aufgefordert, die Kartellbehörde mit der Untersuchung des Kinomonopols zu beauftragen.

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