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Baugewerkschaft besucht ausländische Arbeiter

Publicerat torsdag 25 oktober 2007 kl 12.38

Nach einem viel diskutierten Urteil des europäischen Gerichtshofes, das ein lettisches Bauunternehmen dazu verpflichtete, den schwedischen Tarifvertrag zu unterzeichnen, sind die Arbeitsbedingungen ausländischer Bauarbeiter immer wieder im Blickpunkt des Interesses. Derzeit führt die Bauarbeitergewerkschaft eine Kampagne durch, bei der man mit Baustellenbesuchen die Arbeitsbedingungen der Arbeiter kontrolliert, Tarifverträge in die Wege leitet und schon einige Missstände abstellen konnte.

Die ausländischen Arbeiter begrüßen die schwedischen Kollegen von der Gewerkschaft nicht unbedingt immer mit offenen Armen. Verglichen mit den Bedingungen Zuhause – und vor dem Hintergrund, dass sie hier überhaupt Arbeit haben – sind viele mit den Bedingungen zufrieden. Anatolij aus Weißrussland arbeitet am Umbau eines Hotels in Stockholm mit. „Ich arbeite seit zwei Monaten hier, die Verhältnisse sind sehr gut“.
Sein Kollege Slava aus Russland stimmt zu: „Ich bin zufrieden mit den Verhältnissen hier, wir werden gut bezahlt.“

Unterbezahlung abgestellt
Allerdings hat der Besuch der Gewerkschaft ihnen sicher nicht geschadet. Denn gerade die Bezahlung war einer der Punkte, den die Gewerkschaft kritisierte. Statt dem Mindestlohn von 153 Kronen pro Stunde bekamen die Arbeiter auf dieser Baustelle zunächst nur 75 Kronen. Krister Strömberg verhandelte mit dem Arbeitgeber. „Heute ist der Lohn besser als am Anfang. Heute haben wir das Thema auf dem Tisch, und ich habe eigentlich keine Kritik mehr gegen das Unternehmen vorzubringen, man ist durchaus willens, die Bestimmungen des schwedischen Tarifvertrages zu befolgen.“
Allerdings habe sich die Aktion der Gewerkschaft auch anderweitig gelohnt, denn nicht nur die Bezahlung, auch die Arbeitsumstände auf der Baustelle seien vorher unhaltbar gewesen, sagt Krister Strömberg. „Hier war es so schlimm, wie es nur sein kann. Die Unterbringung bestand aus 15 Feldbetten dicht an dicht in einer Wohnung direkt neben der Baustelle. Da war es staubig, ungeputzt, dunkel, Bauwerkzeug und Baustoffe standen herum, kreuz und quer neben den persönlichen Sachen der Arbeiter. Eine provisorische Spanplatte war als Raumteiler aufgestellt. Das Ganze war einer Unterbringung, wie wir sie in Schweden gewohnt sind, einfach nicht würdig.“

Information A und O
Das allerwichtigste ist jedoch nach Ansicht der Gewerkschaft, die ausländischen Kollegen über ihre Rechte aufzuklären. Gintz Kaplers arbeitet als Dolmetscher. Die Arbeiter seien für die Informationen dankbar.  „Es gibt viele Probleme. Oft arbeiten die Männer für weniger Geld, zu wenig, nur 60 oder 70 Kronen die Stunde. Manche Arbeitgeber betrügen ihre Arbeiter. Am größten ist das Sprachproblem und dass die Männer nicht wissen, welche Regeln in Schweden gelten. Die Regeln zu erklären ist also sehr sehr wichtig. Viele nehmen meine Visitenkarte an sich, damit sie mich anrufen können, wenn Probleme auftauchen.“

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