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Kirche zaudert bei Homo-Trauung

Publicerat torsdag 25 oktober 2007 kl 14.18

Schwedens Kirche will weiter Paare trauen. So lautet die Hauptnachricht des heutigen Tages. Man sollte meinen, da ist doch nichts Neues dran. Tatsache ist aber, dass die Änderung des Eheschließungsgesetzes die ehemalige Staatskirche unter Zugzwang setzt. Denn es könnte bedeuten, dass in Zukunft auch gleichgeschlechtliche Trauungen vorgenommen würden. Ein schwierige Frage, für die es von der Kirche bisher keine eindeutige Antwort gibt.

Die Homo-Ehe gibt es in Schweden bereits seit langem. Allerdings ist diese im so genannten Partnerschaftsgesetz geregelt – bisher. Jetzt schlägt der zuständige Ausschuss im Reichstag vor, die Homo-Ehe gleichberechtigt ins Eheschließungsgesetz einzubinden. Darüber wird das Parlament Anfang nächsten Jahres befinden. Das setzt die schwedisch-lutherische Kirche unter Zugzwang, denn sie besitzt ein Privileg, wie kaum eine andere Kirche in einem anderen europäischen Land.

In Schweden genügt nämlich der Gang zum Pastor. Wer eine Ehe schließen will, muss nicht zwangsläufig zum Standesamt – wie etwa in Deutschland. Weil dieser Status jedoch dazu führt, dass die Kirche eventuell in Zukunft auch homosexuelle Paare trauen muss, hatte die Synode ein Problem. Zwar gibt es Vertreter, die einer Homo-Trauung aufgeschlossen gegenüber stehen, doch hat sich auch Widerstand gemeldet.

Kein Verzicht auf Trauung?

Einige Vertreter hatten daher vorgeschlagen, das Problem zu umgehen und überhaupt keine Ehen mehr zu schließen. Die Synode hat jedoch entschieden, weiter Paare zu trauen. Eine Entscheidung für oder gegen die gleichgeschlechtliche Trauung war das jedoch nicht, wie Erzbischof Anders Wejryd betont: „In der Diskussion wurde deutlich, dass Leute die eigentlich für die Homo-Ehe sind sich trotzdem gegen die Homo-Trauung ausgesprochen haben. Es gab aber auch Vertreter, die dafür waren.“

Schwedens Kirche also unterschiedlicher Meinung aber  noch nicht zerstritten. Das Thema ist heikel. Zurzeit läuft in der Stockholmer U-Bahn eine Anzeigenkampagne von einer Freikirche für die Hetero-Ehe. Verschiedene Verbände haben versucht, eine Klage dagegen vorzubringen, wegen angeblicher Diskriminierung von Homosexuellen. Sind aber gescheitert.

Erzbischof Wejryd wollte es auf dieser Synode nicht zur Zerreisprobe kommen lassen und hat die Frage erst einmal auf die lange Bank geschoben. Jetzt solle der Reichstag erst ein entsprechendes Gesetz erlassen, so Wejryd: „Wenn ein entsprechendes Gesetz verabschiedet wird, wird sich die Kirche der Frage stellen.“

Die Kirche überlässt das Handeln damit erst einmal den gewählten Volksvertretern.

Dieter Weiand

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