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Risikofaktoren bei Endlagerung für Atommüll bleiben

Publicerat fredag 26 oktober 2007 kl 14.19
Kupferkapsel für Endlagerung

Eingeschlossen in Kupferkapseln und im Betonit des Erdinnern in 500 Metern Tiefe - so soll Schwedens radioaktiver Abfall in Zukunft endgelagert werden. Die zuständige Behörde stellt die neue Technik zur Entsorgung alter Brennstäbe aus Atomkraftwerken heute offiziell vor. Doch schon vorab wurden Zweifel an der Sicherheit der Technik laut.

Erst in zwei Jahren reicht die für Atommüll zuständige Behörde ihren Antrag ein, wie genau die Endlagerung der Brennstäbe aus den Reaktoren Oskarshamn und Forsmark aussehen soll. Doch schon jetzt laufen die Voruntersuchungen auf Hochtouren, deren Ergebnisse Entscheidungsgrundlage für die verantwortlichen Behörden sind.

Der Plan für die Endlagerung sieht vor, dass der radioaktive Abfall in 500 Metern Tiefe in Kupferkapseln verwahrt wird, eingeschlossen in Betonit. Umweltverbände kritisieren an den bisherigen Untersuchungen der zuständigen Behörde, dass sie keine noch tiefere Endlagerung im Erdinneren in Betracht ziehen. Unmöglich, kontert Claes Thegerström von SKB, dem Atommüll-Entsorger in Schweden.

„Die Endlagerung in dieser Tiefe ist mit viel größerer Unsicherheit verbunden. Man steht an der Erdoberfläche und muss die Kapseln durch ein gebohrtes Loch auf den Berggrund in vier, fünf Kilometern Tiefe herunterlassen. Keiner kann sagen, wie genau die Kapsel landet und in was für einer Umgebung.“

Was ist wirklich sicher?
Bisherige Tests von SKB zeigen, dass etwa klimatische Veränderungen wie zum Beispiel eine neue Eiszeit entscheidenden Einfluss auf die Sicherheit bei der Endlagerung haben. Mehr Eis erhöht den Druck auf die Kupferkapseln. Außerdem verändert sich die Zusammensetzung des Betonits.

Gerade die Frage, wie korrosionswiderständig die Kupferkapseln sind, interessiert auch die Umweltschützer. Atommüllexperte Johan Swahn: „Jüngste Forschungsergebnisse der Königlich Technischen Hochschule in Stockholm zeigen, dass auch sauerstofffreies Wasser das Kupfer beeinflusst. Damit steigt das Risiko für Korrosion.“

Grundwasserströme, Gebirgsspalten, Korrosion und Klimaveränderungen – diese Risikofaktoren bei der Endlagerung bedenkt auch Claes Thegerström von SKB. „Das gehört zum System, dass man die bestehenden Unsicherheitsfaktoren mit Hilfe von Überdimensionierung auszuschließen versucht. Es ist klar, dass wir Netz und doppelten Boden brauchen.“

Trotz Volksabstimmung weiter Kernkraft
Seinen ersten Atommüll verklappte Schweden eingegossen in Zement im Meer. Seit 1967 lagern die Brennstäbe nahe beim Kernreaktor Forsmark. Obwohl die Schweden 1980 per Volksabstimmung den Atomausstieg zum Jahr 2010 beschlossen, deutet die allgemeine Zustimmung zur Atomkraft bei Politik und Bevölkerung daraufhin, dass Schweden wohl auch künftig einen Großteil seiner Energie aus Kernkraftwerken gewinnen wird. Die Frage nach einem geeigneten Endlager und entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen muss also dringend gelöst werden.

Liv Heidbüchel

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