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Schweden fordert Verlegung der Ostsee-Gasleitung

Publicerat onsdag 31 oktober 2007 kl 16.17
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Der derzeitige Verlauf der Ostsee-Gasleitung.
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Anders Carlgren
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Carl B. Hamilton

Seit Jahren ist die deutsch-russische Gasleitung durch die Ostsee Anlass für zum Teil heftige Diskussionen. Nun scheint sich auch Schweden ganz offiziell in die Gruppe der Kritiker der Pipeline von Wyborg nach Greifswald einzureihen. Zum ersten Mal hat ein schwedischer Minister gefordert, den Verlauf der Gasleitung zu ändern.

Besonders positiv war die Einstellung der Schweden zur 1200 Kilometer langen Gasleitung noch nie. Ende vergangenen Jahres hatte der damalige Verteidigungsminister Michael Odenberg Sicherheitsbedenken geäußert, falls vor der Insel Gotland eine Serviceplattform für die Pipeline gebaut wird. An diesem Mittwoch nun war es Umweltminister Anders Carlgren, der vor einem Treffen mit Amtskollegen des Nordischen Rates Stellung bezog.

„Die bisherigen Informationen der Betreiber deuten darauf hin, dass die Gasleitung durch Meeresgebiete verläuft, die in Sachen Umweltschutz problematisch sind. Deshalb werde ich beim Ministertreffen in Oslo die Forderung der schwedischen Regierung vortragen, dass die Pläne für die Leitung auch alternative Streckenführungen enthalten müssen.“

Und diese Alternativen sollen näher an den Küsten der baltischen Länder liegen. Carlgren befürchtet unter anderem, dass der derzeit geplante Leitungsweg durch alte Minenfelder führt. Auch der Fischbestand könnte durch die Pipeline beeinträchtigt werden. Solche negativen Auswirkungen ließen sich vermeiden, wenn die Gasleitung weiter östlich verlaufen würde, meint der Umweltminister.

Hamilton fordert härtere Linie

Ein Pipelineverlauf über Land ist für Anders Carlgren allerdings nicht denkbar. Darüber könne man nicht verhandeln, so der Minister. Mit dieser Ansicht stößt der Carlgren allerdings auch in der Regierungskoalition auf Kritik. Der energiepolitische Sprecher der Liberalen Volkspartei, Carl B. Hamilton forderte Carlgren auf, bei den Verhandlungen mit Russland eine härtere Linie zu fahren – zumal gerade die baltischen Länder und Polen dabei seien, EU-Gelder für eine Untersuchung zu einer Überland-Pipeline zu beantragen.

„Schweden könnte die vier Länder in ihren Bemühungen um diese Überlandleitung unterstützen. Das könnte eine Lösung für die umwelt- und sicherheitspolitischen Probleme sein.“

Darüber hinaus könne Schweden auch den Bau der Serviceplattform bei Gotland verhindern. Das, so der Liberale, sei juristisch die einfachste Möglichkeit, um das gesamte Projekt zu stoppen.

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