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Reibach für Energieriesen

Publicerat torsdag 1 november 2007 kl 12.22
Gemeinwohl im Blick: Vattenfall-Chef Lars G Josefsson

Obgleich die Wasser-Magazine gut gefüllt sind und die Atomreaktoren Hochleistungen liefern, schnellen die Energiepreise in die Höhe. Hohe Kosten für Kohle und Öl treiben die Preisentwicklung an – und das nicht etwa zum Leidwesen, sondern zur Freude der Energieriesen.

In Sachen Wasserkraftproduktion halten sich die Energieunternehmen derzeit merkbar zurück. Auf diese Weise, so das Kalkül, kann man dann im Winter, also zu Zeiten höchsten Bedarfs, für den billig erzeugten Strom einen hohen Preis verlangen. Fein für die Unternehmen, während die Kunden in die Röhre beziehungsweise tief ins Portemonnaie gucken?

Nein, auch sie gewinnen letztlich dabei! Diese Rechnung macht jedenfalls Vattenfall-Konzernchef Lars Josefsson auf. „Teil unserer Strategie ist es, jederzeit Produktionsformen zu nutzen, die unter allen Bedingungen effizient sind. Mit dieser Strategie dienen wir der gesamten Gesellschaft, denn wenn wir effektiv sind, dann bekommt die Gesellschaft ja im Durchschnitt das geringste Preisniveau für Strom.“

Ob die leidgeprüften Energiekunden dieser Gleichung so einfach folgen wollen und können, sei dahingestellt. Jedenfalls hat Vattenfall mit diesem hehren Ziel des Gemeinwohls vor Augen für sich selbst mal wieder einen stattlichen Gewinn eingefahren, wie der Vierteljahresbericht am Mittwoch eindrucksvoll belegte.

Gleichwohl also hütet man die üppigen Wasserreserven wie einen seltenen Schatz, um sie sich dann im Winter doppelt und dreifach vergüten zu lassen. Wer dann als Produzent seine billig gewonnene Wasserkraft anbieten kann, macht Schnäppchen in einem Energiemarkt, der wegen der steigenden Weltmarktpreise für fossile Brennstoffe ansonsten unter hohen Produktionskosten stöhnt. Aber gerade solche Schnäppchen seien nötig, sagt Bo Källstrand, Vorsitzender der Branchenorganisation Svensk Energi.

„Diese Gewinne brauchen wir, weil wir große Investitionen tätigen müssen, um neue Anlagen auszubauen, die uns in der Zukunft unabhängiger von nicht erneuerbaren Rohstoffen machen.“ Hat man vielleicht auch ein ganz klitzekleines bisschen die üppigeren Optionsprogramme für die Chefs im Blick?

„Das“, so der Branchenorganisations-Vorsitzende, „ist vom gesamten Energiepreis nur ein ganz, ganz kleiner Teil.”

Anne Rentzsch

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