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Polizei will private Alkoholkontrollen stoppen

Publicerat torsdag 1 november 2007 kl 15.45

Dass Alkohol am Steuer nicht akzeptabel ist, darüber herrscht in Schweden Einigkeit. Aber wer darf eigentlich kontrollieren, wie es um die Nüchternheit der Verkehrsteilnehmer bestellt ist? An einigen schwedischen Fährterminals ist es mittlerweile gang und gäbe, dass nicht Polizisten, sondern Mitarbeiter von Wach- und Sicherheitsdiensten Autofahrer zum Alkoholtest bitten. Doch jetzt meldet die Polizei Protest ob dieses Eindringens in ihre Domäne an.

20.000 Reisende, die seit dem Frühjahr über den Fährhafen Ystad nach Schweden einreisen wollten, haben es erlebt: Ein Herr in Uniform spricht sie an und bittet sie, einen Alkoholtest zu machen. Doch diese Uniformierten sind keine Polizisten, sondern Mitarbeiter des privaten Wachdienstes Högestad Security. Sie haben seit Beginn der Alkoholkontrollen bereits 127 offensichtlich fahruntüchtige Fahrzeuglenker bei der Polizei abgeliefert. Als in der vergangenen Woche ein ähnliches Projekt in Stockholm begann, wurde offenbar auch die Zentrale Polizeibehörde des Landes aufmerksam. Und die scheint von den privaten Alkoholkontrollen nach gar nicht begeistert zu sein. Lars Sjöberg von der Zentralen Polizeibehörde:

„Das ist gegen die Vorschriften für solche Firmen, solche Tätigkeiten dürfen sie nicht ausführen.“

Nach Ansicht der Obersten Ordnungshüter sind nur Polizisten zu Alkoholkontrollen befugt. Die Wachdienste verstießen deshalb möglicherweise sogar gegen geltende Gesetze. Gegen solche Vorwürfe wehrt sich das betroffene Unternehmen Högestad Security natürlich. Die Alkoholtest seien schließlich freiwillig, meinte Unternehmenschef Steve Hansen. Ein Argument, dass die Zentrale Polizeibehörde so nicht gelten lässt.

„Wer von einem Wachdienstmann in Uniform angehalten wird, muss doch den Eindruck haben, dass der zu solchen Kontrollen berechtigt ist.“

Nun soll Schonens Provinzregierung prüfen, ob Högestad Security weiter Alkoholkontrollen vornehmen darf. Zeigt sie dem Wachdienst die Rote Karte, wäre Steve Hansen ziemlich enttäuscht.

„Wir leisten hier doch einen wertvollen Dienst, weil die Ressourcen bei der Polizei nicht ausreichen. Wenn man wie wir in einem Monat 40 Fälle von Trunkenheit am Steuer aufdeckt, dann hat das nach meiner Ansicht schon einen Nutzen.“

Ein Stopp der Alkoholtests in Ystad hätte auch Konsequenzen für das Projekt im Hafen von Stockholm. Dessen Hafenmeister Lars Sundberg hat bereits angekündigt, die Kontrollen ebenfalls einzustellen, falls die Provinzregierung von Schonen „Nein“ zu den Alkoholtests im Fährhafen von Ystad sagt.

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